• 08.09.2011, 12:38:10
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AK: Klare Absage an Telekom-Privatisierungsphantasien

Tumpel gegen weitere Privatisierungen: Sind Verlustgeschäft für den Staat - Gerade in derzeitiger Situation muss Aufklärung Vorrang haben

Wien (OTS) - Eine klare Absage erteilt die AK den
Privatisierungsphantasien bei der A1 Telekom Austria, wie sie von
Wirtschaftsvertretern vorgetragen wurde. Denn dem Staat entgehen
durch den Verkauf seines Eigentums Einnahmen in Form von Dividenden
und er verliert die Kontrolle über wichtige Infrastruktur. Die
letzten Teilprivatisierungen von OMV, Post und Telekom brachten dem
Staat seit 2006 knapp 500 Millionen Euro Zinsersparnis durch
Schuldenabbau, kosteten ihn aber fast 1,7 Milliarden Euro entgangene
Gewinnanteile. "Was bringt weniger Zinsendienst, wenn man
gleichzeitig höhere Erträge verliert?", fragt AK Präsident Herbert
Tumpel. Für die Beschäftigten bedeutet Privatisierung Jobabbau und
für die Bevölkerung schlechtere Versorgung, wie sich bei der Post
gezeigt hat.

Gerade bei der Telekom ist die Privatisierung besonders unsinnig
und sicherlich keine Lösung der gegenwärtigen Probleme. Das
Unternehmen ist im Moment aufgrund der Korruptionsvorwürfe
wirtschaftlich ohnedies in einer heiklen Situation. Wenn nun auch
noch lautstark über einen Verkauf nachgedacht wird, dann schadet dies
dem Unternehmen doppelt.

"Wenn man dem Unternehmen etwas Gutes tun will, dann klärt man
jetzt möglichst rasch die undurchsichtigen
Privatisierungsmachenschaften unter der blau-schwarzen-Regierung
auf", so Tumpel. Hier sei auch der Chef der ÖIAG in seiner Rolle als
Aufsichtsrats-Vorsitzender der Telekom gefordert und müsse sowohl
unternehmerische als auch gesamtwirtschaftliche Interessen
wahrnehmen. Ein Totalverkauf der Telekom diene keinem von beiden.

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Sonja Fercher
Tel.: +43-1 501 65-2153
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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