OTS0073   7. Sept. 2011, 10:24

IWF bestätigt Seniorenbund-Forderung: Bei Gesundheit, Pflege und Pensionen muss das Reformtempo erhöht werden!

Verlust des Tripple-A und damit verbundene Zinserhöhungen würden mehr kosten als die gesamte Teuerungsabgeltung der Pensionen!


LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes nimmt zum aktuellen Reform-Aufruf des IWF wie folgt Stellung:

"Der IWF hat Österreichs Bundesregierung schon vor Monaten darüber informiert, dass derzeit geplante Reformen zwar in die richtige Richtung gehen mögen, jedenfalls aber zu langsam erfolgen würden. Ähnlich der Befund der EU-Kommission. Was dabei auf dem Spiel steht, sollte allen klar sein: Wenn Österreich das Tripple-A-Rating verliert, steigen unsere Zinspflichten für das Budgetdefizit massiv an - was in Summe deutlich mehr kosten würde, als die gesetzliche Teuerungsabgeltung aller Pensionen für ein ganzes Jahr! Dies muss der Regierung klar sein und sie muss daher jetzt das Reformtempo erhöhen!"

"Die Gesundheitsreform ist - wie man aus Verhandlerkreisen hört - auf recht guten Wegen. Doch während der Präsident des Hauptverbandes Schelling eine Umsetzung von ersten Schritten schon für Anfang 2012 für möglich hält und auch einfordert, spricht der Gesundheitsminister von 2013. Bei der Pflegestrukturreform ist seit März nichts geschehen, wurde erst nach zigfacher Aufforderung für Ende September die allererste Verhandlungsrunde einberufen, was erste Umsetzungsschritte schon 2012 mehr als unwahrscheinlich macht. Und das Reformpaket zur Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters wurde zuerst für den Mai, dann für "vor dem Sommer" und zuletzt für den kommenden Oktober angekündigt. Derartige Verzögerungen in den drei entscheidenden Reform-Bereichen können - und wollen - wir nicht länger akzeptieren", erklärt Korosec die Details.

"Gerade die Seniorenvertreter haben zu allen Bereichen wiederholt und zum Teil seit Jahren konkrete nachhaltig finanzierbare Vorschläge auf die Verhandlungstische gelegt. Ein weiteres Aufschieben dieser Reformen gefährdet die Finanzierbarkeit des gesamten Staates und ist daher nicht länger zu akzeptieren", so Korosec abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0073 2011-09-07 10:24 071024 Sep 11 SEN0001 0309



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Tel.: 0650-581-78-82;
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