Kritische Marktsituation für österreichische Eierproduzenten
Preisanhebung aufgrund gestiegener Kosten dringend notwendig
Wien (OTS) - "Die erst kürzlich von der EU-Kommission
veröffentlichten Zahlen verheißen nichts Gutes für die
österreichischen Eierproduzenten. Obwohl man hierzulande bereits im
Jahr 2009 die konventionelle Käfighaltung von Legehennen endgültig
verboten hat und die heimischen Tierhalter ca. EUR 100 Mio. in neue
tierfreundliche Stallsysteme investiert haben, halten sich viele
Mitgliedstaaten nicht an das EU-weite Verbot der Käfighaltung, das
bereits in vier Monaten in Kraft treten soll. In der EU werden im
kommenden Jahr noch immer ca. 130 Mio. Legehennen in der
konventionellen Käfighaltung gehalten, das entspricht einem Drittel
aller in der EU produzierten Eier", teilt die ZAG, die
Dachorganisation der Österreichischen Geflügelwirtschaft, mit.
"Die aufgrund der Umstellung gestiegenen Produktionskosten müssen
nun dringend abgegolten werden", betont Franz Karlhuber,
Legehennenhalter und Obmann der Bauernkammer Kirchdorf, OÖ. Er
fordert gemeinsam mit der Branchenvertretung ZAG nicht nur ein Verbot
des Handels von Eiern aus der konventionellen Käfighaltung ab Jänner
2012, sondern auch eine deutliche, sachlich gerechtfertigte
Preisanhebung für heimische Eier. "Es kann nicht sein, dass die
inländischen Legehennenhalter die Rechnung für die seit gut einem
Jahr um mehr als ein Drittel gestiegenen Futterkosten selbst zu
tragen haben und dazu noch einem sehr unfairen Wettbewerb in der EU
ausgesetzt sind", kritisiert Karlhuber. Zur Sicherung des
Produktionsstandortes Österreich müsse es künftig auch gelingen, die
Gastronomie vom guten Preis-Leistungsverhältnis österreichischer Eier
zu überzeugen.
Auch Kosten für Junghennen-Zukauf deutlich angestiegen
Neben den Futterkosten sind auch jene für den Zukauf der
Junghennen deutlich angestiegen. Ein höherer Aufwand ergibt sich auch
durch die Österreichische Eierdatenbank (OEDB), ein neues Kontroll-
und Rückverfolgbarkeitssystem, das derzeit im Probebetrieb steht und
zukünftig noch mehr Sicherheit beim Eiereinkauf bieten wird. Die
Eierdatenbank komplettiert damit produktions- und handelsseitig die
bereits bestehende und gut funktionierende Veterinärdatenbank des
Österreichischen Geflügelgesundheitsdienstes (QGV).
"Wir sind gerne bereit, den österreichischen Konsumenten ein in
Europa einzigartiges Maß an Lebensmittelsicherheit und Transparenz zu
bieten, fordern aber auch gerechte Entlohnung für unsere ehrlichen
Bemühungen", unterstreicht der Obmann der ZAG, Franz Schrall. "Wir
haben in den vergangenen Jahren wirklich herzeigbare Erfolge
verzeichnet. Ich bin sicher, dass die heimischen Verbraucher diese
Leistungen zu schätzen wissen und weiter auf österreichische
Qualitätseier vertrauen", so der ZAG-Obmann.
(Schluss)
ZAG - Zentrale Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft
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