- 07.09.2011, 09:40:20
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Architekturwettbewerb für Sanierung und Erweiterung der Universität für angewandte Kunst Wien EU-weit ausgeschrieben
International beachtetes städtebauliches Zeichen für die zentrale Bedeutung von künstlerischer Bildung in einem lebendigen urbanen Umfeld soll gesetzt werden.
Wien (OTS) - Nach mehrjährigen Vorarbeiten, wie
Raumbedarfsanalysen, Standortabklärungen und Raumfunktionsplanungen
startet diese Woche, ein EU-weit ausgeschriebener
Architekturwettbewerb zur Sanierung und Erweiterung der Universität
für angewandte Kunst Wien am Standort Oskar Kokoschka Platz.
Bereits im Jahr 2001 wurde im Rahmen einer vom damaligen
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Auftrag
gegebene Studie festgehalten, dass die Angewandte "insgesamt über
wesentlich zu geringe Flächen verfügt, um ihre Funktion im
vorgesehenen Umfang zu erfüllen."
Im Jahr 2007 wurde in einer in Zusammenhang mit der
Leistungsvereinbarung abgeschlossenen gemeinsamen Erklärung zwischen
dem Wissenschaftsministerium und der Universität für angewandte Kunst
vereinbart, dass aufgrund des festgestellten zusätzlichen
Raumbedarfes nach Klärung der Standortfrage und Erstellung eines
Raum- und Funktionsprogramms ein Architekturwettbewerb durchzuführen
sei.
Nachdem mehrere Optionen - von einem Neubau auf der Donauplatte
bis zur Adaptierung bestehender Objekte analysiert wurden, fiel
schließlich die Entscheidung zu Gunsten einer insbesondere
sicherheitstechnischen Sanierung des aus den 1960er Jahren stammenden
Schwanzer-Trakts der Angewandten in Verbindung mit einer räumlichen
Erweiterung am Standort Oskar Kokoschka Platz.
Diese Lösung macht zwar in einer immer mehr von Büro-, Geschäfts-
und Hotelnutzungen dominierten Innenstadt stadtplanerischen Sinn und
ist auch ökonomisch am vertretbarsten, sie ist aber auch gleichzeitig
die architektonisch und städtebaulich schwierigste und
anspruchsvollste Variante.
Die Universität für angewandte Kunst, gegründet 1867, ist nicht
nur eine traditionsreiche Institution, die wesentlichen Anteil an der
Entwicklung der künstlerischen und intellektuellen Identität Wiens
und Österreichs hatte (zahlreiche Vertreter der Wiener Werkstätte und
der Sezession studierten und/oder unterrichteten an der damaligen
Kunstgewerbeschule, die Ideen des Bauhaus wurden an dieser
Institution vorbereitet, in den 1960er und 1970er Jahren wirkte die
Angewandte weit über die Grenzen Österreichs hinaus als europäische
Wegbereiterin des Erfolgs der Videokunst), die Angewandte ist heute
eine der weltweit wichtigsten Kunstuniversitäten mit einem breiten
inhaltlichen Spektrum und übernimmt die Vorreiterrolle für viele neue
Entwicklungsfelder wie transmediale und transdisziplinäre Kunst,
Art&Science, Social Design, künstlerische Forschung etc. Und gerade
im Lichte einer architektonischen Erweiterung ist natürlich von
Bedeutung dass das Architekturinstitut der Angewandten nach
Einschätzung vieler internationaler Proponenten zu den fünf
wichtigsten ArchitekturInstituten weltweit zählt.
Die Angewandte als programmatisch international ausgerichtete
Bildungseinrichtung für Architektur, Kunst, Design, Restaurierung und
Kunstwissenschaften sieht es daher als ihre Verpflichtung an, mit
diesem aktuellen Projekt den Studierenden und Lehrenden bessere
Arbeitsmöglichkeiten und der Stadt ein international beachtetes
städtebauliches Zeichen für die zentrale Bedeutung von künstlerischer
Bildung in einem lebendigen urbanen Umfeld zu geben.
Das Projekt stellt aber über diesen Anspruch hinaus eine große
Herausforderung dar, weil die Rahmenbedingungen hinsichtlich der
räumlichen Begrenztheit, dem Wunsch nach möglichst hoher
Flächenausbeute, der Bebauungsvorschiften und nicht zuletzt
denkmalschützerischer Auflagen besonders eng sind.
Es wird daher ein EU-weit ausgeschriebenes zweistufiges Verfahren
(Wettbewerb) geben, in dessen erster Phase Planer aufgefordert sind,
ihre Leistungen auf dem Gebiet der architektonischen Gestaltung
anhand von Referenzprojekten darzulegen (einzureichen). Die
fristgerecht eingereichten Bewerbungsunterlagen (Referenzprojekte)
werden von einer unabhängigen und weisungsfreien Auswahlkommission
anhand von definierten Auswahlkriterien beurteilt, und so die
Teilnehmer an der eigentlichen Wettbewerbsstufe ermittelt. In der
zweiten Phase (Wettbewerbsstufe) haben die fünfzehn
Wettbewerbsteilnehmer, die für die Wettbewerbsstufe ausgewählt worden
sind, je eine Wettbewerbsarbeit einzureichen.
Mit der Entscheidung über ein Sieger-Projekt ist im Februar 2012 zu
rechnen.
Rückfragehinweis:
Universität für angewandte Kunst Wien Mag. Anja Seipenbusch-Hufschmied Leitung Presse und Kommunikation Oskar Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien T: 43-1-711 33 DW 2160, [email protected] www.dieangewandte.at
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