- 06.09.2011, 17:40:19
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Immobilienring IR: Erfolgreiches 2010 - Qualitätsanspruch rechnet sich
Energieeffizienz beeinflusst Marktwert - weitere Überregelung droht
Wien (OTS) - Wie schon in den vergangenen Jahren, seit der Mitte
2006 erfolgten Gründung des größten Immobilien-Netzwerks Österreichs
Immobilienring IR, kann dieses auch für 2010 auf eine erfreuliche,
weitere Steigerung des Transaktionsvolumens verweisen. "Die Aufgaben
eines Immobilienmaklers wachsen stetig. Know-how in den Bereichen
Wirtschaft und bautechnische Entwicklungen werden immer wichtiger um
Kunden gut beraten zu können", resümiert Andreas G. Gressenbauer,
Präsident des Immobilienrings IR. Die Umsatzsteigerung 2010 im
Vergleich zu 2009 gibt ihm recht: Vergangenes Jahr erwirtschafteten
die Mitglieder des Immobilienrings knapp 41,2 Millionen Euro. Mit
rund 70 Prozent bewegt dabei der Osten Österreichs mit den
Bundesländern Wien, NÖ und Burgenland das größte Volumen an
Immobilien. Im wirtschaftlichen Vergleich gelingt es allerdings den
westlichen Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Tirol und
Vorarlberg mit wesentlich weniger Mitarbeitern finanziell größere
Transaktionen abzuwickeln.
Der private Immobilienmarkt ist in den Bundesländern sehr
unterschiedlich aufgestellt. Im Osten dominiert der Mietwohnungsmarkt
und in Richtung Westösterreich noch immer das Eigenheim. "Das lange
Zeit sehr traditionelle Wohnverhalten der Österreicher ändert sich.
Wächst im Osten der Wunsch nach Eigentumswohnungen, vor allem auch
als privates Anlageobjekt, so nimmt im Westen der Wunsch nach
Mietwohnungen und -häusern zu, um die Anforderungen der Mobilität
abdecken zu können", meint Gressenbauer.
Marktwert durch Energieeffizienz
Die technische Qualität der Objekte rückt zunehmend in den
Vordergrund. "Der Trend geht klar in Richtung Ökologie, Häuser mit
hohem Sanierungsaufwand können nur noch aufgrund einer hervorragenden
Lage punkten", ist Paul Edlauer, Vizepräsident des Immobilienrings IR
überzeugt. Objekte der 1970er und 80er Jahre, die energetisch nicht
am letzten Stand sind, haben eine immer längere Verwertungszeit und
unterliegen einem Preisverfall. Wesentlich bessere Preise sind mit
ökologisch einwandfreien Standards errichteten oder sanierten
Immobilien zu erzielen. Die Neuauflage der thermischen
Sanierungsaktion motivierte viele Immobilieneigentümer zu umfassenden
Sanierungsmaßnahmen. "Positiv für den Immobilienmarkt - denn in den
vergangenen Monaten kam eine Vielzahl an herausragend sanierten
Objekten auf den Markt. Parallel dazu hat sich eine Käuferschicht
entwickelt, die neben der Lage und den Kosten einen besonderen Wert
auf einen hohen ökologischen Standard legt und dafür auch bereit ist,
mehr auszugeben", berichtet Gressenbauer.
Praxisferne Überregulierung für Makler nicht tragbar
Das Thema Ökologie soll jedoch zukünftig marktbestimmend für die
Immobilienverwertung sein. Vor wenigen Tagen hat das
Justizministerium einen Entwurf für ein neues
Energieausweis-Vorlage-Gesetz zur Begutachtung geschickt, mit dem die
EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden umgesetzt
werden soll. Mit dem Gesetz sollen Verkäufer und Vermieter künftig
verpflichtet werden, bereits in Verkaufs- oder Vermietungsinseraten
die Energieeffizienzklasse des jeweiligen Objektes anzugeben. "Solche
Überregulierungen lehnen wir entschieden ab. Abgesehen davon, dass
unsere Erfahrung, aber auch Studien zeigen, das Interesse an einer
Liegenschaft ist in erster Linie durch seine Lage bestimmt, die
Anschaffungskosten wie auch die laufenden Kosten. Nach
Energiekennzahlen werden Immobilien sicher nicht gesucht. Aber
selbstverständlich ist es für uns längst Usus, Immobilien in Exposés
mit den wichtigsten Kennzahlen zum Energieverbrauch darzustellen",
erklärt Gressenbauer.Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass wer sich
nicht daran hält, mit einer Verwaltungsstrafe bis zu 1.450 Euro
rechnen muss. Die Verpflichtungen gelten für alle Verkäufer und
Vermieter, unabhängig davon, ob sie als Unternehmer oder Private
verkaufen oder vermieten. Zusätzlich sollen künftig bundesweit
einheitliche Ausnahmeregeln für bestimmte Gebäudekategorien gelten.
Das neue Gesetz soll per 1. Jänner 2012 in Kraft treten, die
Begutachtungsfrist endet am 30. September 2011. Das bisher geltende
Energieausweis-Vorlage-Gesetz aus dem Jahr 2006 soll damit aufgehoben
werden.
Wohnraumverknappung steigert Preise
Zeitgleich mit der Entwicklung des österreichischen
Immobilienmarktes beobachtet Gressenbauer die Auswirkungen einer
österreichweiten Wohnraumverknappung: Das Angebot für qualitätsvollen
und für Durchschnittsverdiener leistbaren Wohnraum ist gering. Mit
der zunehmenden Nachfrage steigen die Preise, bestätigt auch der
Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer: Bei Eigentumswohnungen
ist in fast allen Bundesländern ein Preisanstieg zu verzeichnen,
Spitzenreiter ist Wien mit durchschnittlich 3.000 Euro pro m2.
Hingegen blieben die Preise für Reihenhäuser stabil - nur in Wien gab
es eine leichte Teuerung. Ein deutliches Plus bei Grundstückspreisen
erfuhr Niederösterreich - der Quadratmeterpreis liegt hier nun bei
117 Euro. "Eine extreme Entwicklung erleben wir dabei vor allem in
Salzburg", so Gressenbauer. "Salzburg ist bei Einfamilienhäusern mit
rund 2.380 Euro pro Quadratmeter Österreichs Spitzenreiter. Das
Burgenland hat mit 1.271 Euro ebenfalls deutlich zugelegt. Die
moderateste Preisentwicklung verzeichnete Vorarlberg", erläutert
Gressenbauer.
Immobilienring IR
Österreichs größtes Maklernetzwerk zählt 65 Kanzleien und mehr als
450 Immobilienexperten auf über 90 Standorten in Österreich zu seinen
Mitgliedern. Die Online-Immobilienbörse www.immobilienring.at mit
8.000 Objekten zählt zu den größten Immobilienportalen Österreichs.
Rückfragehinweis:
Pressestelle Immobilienring IR Österreich, Andrea Baidinger
andrea.baidinger bauen wohnen immobilien Kommunikationsberatung GmbH
A-1060 Wien, Gumpendorfer Straße 83, Tel +43-1-904 21 55 [email protected]
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