• 06.09.2011, 09:36:26
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  • OTS0041 OTW0041

Schieder: Zusammenarbeit mit chinesischen Zollbehörden bei Produktpiraterie intensivieren

Treffen mit Vertretern chinesischer Zollbehörden

Wien (OTS) - "Die Aufgriffe im Bereich Produktpiraterie haben sich
in den letzten Jahren regelmäßig erhöht. Sie stellt für
Konsumentinnen und Konsumenten eine Gefährdung der Gesundheit und für
die Wirtschaft einen Schaden des Wirtschaftsstandorts dar. Umso
wichtiger ist der regelmäßige Austausch mit Behörden aus Ländern, aus
denen die gefälschten Waren stammen", betont Staatssekretär Andreas
Schieder während eines Arbeitstreffens mit einer chinesischen
Zolldelegation in Österreich.

"Die chinesischen Behörden sind an einer Verbesserung der Situation
ebenso interessiert, wie die österreichischen. In Zukunft muss
verstärkt auf die Bekämpfung der Verbreitung gefälschter Waren vor
Ort geachtet werden", so Schieder. China ist sowohl bei der Anzahl
der Fälle, wie auch bei den aufgegriffenen Artikeln das häufigste
Herkunftsland. "Im Jahr 2010 wurden mehr als 2.000 Fälle gefälschter
Produkte aus China in Österreich aufgedeckt und 150.000 Artikel
beschlagnahmt. Aufgegriffene gefälschte Schuhe, Bekleidungszubehör,
Schmuck, Sportartikel und Mobiltelefonen stammen zu 100 Prozent aus
China", erklärt Schieder.

Schieder wies während des Treffens auf die besondere Gefahr von
Medikamentenfälschungen hin. "Gefälschte Medikamente können nicht nur
ohne die gewünschte Wirkung bleiben, sondern in schlimmen Fällen auch
gesundheitliche Folgeschäden nach sich ziehen. Hier setzt sich ein
sehr gefährlicher Trend leider fort", bedauert Schieder. Im Jahr 2011
konnten vom österreichischen Zoll bereits mehr als 20.000
Medikamentenfälschungen sichergestellt werden, um 4.000 mehr als im
gesamten Jahr 2010. "Viele der entdeckten Plagiate werden über das
Internet bestellt, was wohl die gefährlichste Form der
Produktpiraterie darstellt. Aber auch die Direktaufgriffe nehmen
deutlich zu. So konnten am Flughafen Wien Schwechat im ersten
Halbjahr bereits mehr als 10.000 Stück aufgegriffen werden", so
Schieder.

Rückfragehinweis:

Mag. Markus Stradner
   Pressesprecher
   Bundesministerium für Finanzen
   Büro des Staatssekretärs Mag. Andreas Schieder
   Hintere Zollamtsstrasse 2B, 1030 Wien
   T +43 (0)1 51433-500053
   E [email protected]
   W http://www.bmf.gv.at

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