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OTS0146   5. Sept. 2011, 14:17

LH Dörfler: Krsko muss geschlossen werden - Erneuerbare Energiequellen sind die Zukunft

Kärnten fordert in Resolution erneut Schließung des slowenischen AKW Krsko und beschließt Staatszielbestimmung in der Landesverfassung zu erneuerbaren Energiequellen


Landeshauptmann Gerhard Dörfler kündigt
heute, Montag, erneut eine Resolution zur Schließung des
Atomkraftwerkes Krsko an. Nicht zuletzt die Katastrophe rund um
Fukushima habe gezeigt, dass ein AKW nie gefahrlos zu betreiben ist
und welche massiven Auswirkungen Erdbeben in diesem Zusammenhang
haben können. Selbst wenn Anlagen nach dem neuesten Stand der Technik
betrieben werden, bleibt die Gefahr, dass Maximalabschätzungen bei
der Auslegung von Sicherheitsstandards von der Realität übertroffen
werden. "Ein europaweiter Ausstieg aus der Atomenergie ist der
einzige Weg sicherzustellen, dass eine ähnliche Katastrophe nicht
auch direkt vor unserer Haustür passiert", betont Dörfler.

Das AKW Krsko liegt nachweislich auf einer Erdbebenlinie und gilt
somit als besonders gefährdet für nukleare Katastrophen. "Ich habe
mich in Gesprächen mit Risikoforscher und "Krsko-Kenner" Univ. Prof.
Wolfgang Kromp umfassend über die Risiken und Folgen eines Erdbebens
in der Region informiert und fordere daher die Bundesregierung erneut
auf, sich mit allen Mitteln gegen den geplanten Ausbau Krskos zur
Wehr zu setzen und sich für die Schließung des AKWs in diesem
Erdbebengebiet einzusetzen", appelliert der Landeshauptmann.

Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen Europas bekennt sich
Kärnten seit Jahren zur Nutzung von erneuerbaren Energien und
beschließt in der morgen, Dienstag, stattfindenden Regierungssitzung
daher die Aufnahme einer Staatszielbestimmung in die Kärntner
Landesverfassung. "Die Aufnahme dieser Zielbestimmung in die
Landesverfassung ist ein klares Bekenntnis zum Ausbau der
erneuerbaren Energie und gewährleistet, dass auch in Zukunft die
Energieversorgung in Kärnten ohne Atomstrom, umweltschonend und
nachhaltig sichergestellt ist", erklärt Dörfler. Er fordert
gleichzeitig die Nachbarländer auf, sich an Kärnten ein Beispiel zu
nehmen.
(Schluss)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0146 2011-09-05 14:17 051417 Sep 11 NKL0001 0296



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