- 05.09.2011, 13:32:05
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Moser: ÖBB-Tarifpläne enthalten viele Fragezeichen
Grüne: Stammkunden belohnen statt bestrafen - wo bleibt Österreich-Ticket?
Wien (OTS) - "Die langsam konkreter werdenden Tarifreform-Pläne
bei den ÖBB lassen noch viele Fragen offen", erklärt die
Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser. Einfaches Copy-paste
vom Billigflieger könnte aber auch ökonomisch in die Hose gehen:
"Schwach ausgelastete Züge durch gezielte Angebote attraktiver zu
machen ist sinnvoll, darf aber nicht mit Nachteilen für
StammkundInnen durch Verteuerung in Spitzenzeiten erkauft werden. Ich
frage Verkehrsministerin Doris Bures: Wo bleibt das Österreich-Ticket
für alle Öffis? Das würde den VielfahrerInnen wirklich das Leben
erleichtern", zeigt sich Moser überzeugt.
"Schon heute klagen viele BahnkundInnen über die immer
unübersichtlichere Tariflandschaft, die selbst für Handy- und
Computer-versierte Menschen immer wieder Überraschungen jeder Art
bietet. Ob dieses Abkupfern vom Flugverkehr, das in Managerkreisen
offenbar besonders beliebt ist, wirklich den Bedarf der Masse der
BahnkundInnen trifft? Viele Vorteilscard-KäuferInnen fragen sich
auch, ob sich diese Investition noch lohnt, wenn ihr Wert mit
Schnäppchen hier und Schnäppchen da laufend ausgehöhlt wird. Wir
Grüne vermissen klare Anreize von Verkehrsministerin Bures und dem
ÖBB-Management für die DauerkundInnen der ÖBB, dem Unternehmen trotz
der vielen Mängel treu zu bleiben. Wer oft mit der Bahn fährt, fährt
meist nicht zum Spaß und kann sich auch Ziel und Zeitpunkt selten
aussuchen. Die ÖBB-Tarifreform könnte diese große KundInnengruppe
gezielt durch Tarifzuschläge bestrafen. Das hat schon beim
offensichtlichen Tarifreform-Vorbild Deutschland zu massivem
Fahrgastschwund und Umsatzrückgang im zweistelligen Prozent-Bereich
geführt und kommt für die Grünen daher nicht in Frage. Das Problem
überfüllter Züge durch Fahrgastvertreibung zu "lösen" würde zwar zum
laufenden Bahn-Streichkonzert - vom Fernverkehr ab Graz bis zu den
Regionalbahnen - passen. Bahn-Spitze und Ministerin müssen ein
Offensivkonzept und kein Vertreibungskonzept vorlegen", fordert
Moser.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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