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OTS0204   1. Sept. 2011, 14:44

Salzburger Arbeitsmarkt weiterhin stabil

Trotz leichter Zunahme der Arbeitslosenzahl hat Salzburg die niedrigste Arbeitslosenrate


Erstmals seit 18 Monaten kontinuierlichen
Rückgangs meldet das Arbeitsmarktservice Salzburg (AMS) mit Ende
August einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit um zwei Prozent
(177 Personen) im Vergleich zum Vorjahresmonat. Mit Ende August waren
in Salzburg 9.017 Menschen ohne Job. Dem stehen 3.029 offene Stellen
gegenüber. Die Gesamtzahl der unselbstständig Beschäftigten beträgt
rund 245.000 Personen. Salzburg liegt mit einer Arbeitslosenquote von
lediglich 3,6 Prozent damit auch im August vor Oberösterreich
bundesweit an der hervorragenden ersten Stelle.

Weiterhin rückläufig sind die Schulungsmaßnahmen. Gegenüber dem
Vorjahresmonat sank die Zahl der Schulungsteilnehmer um 9,6 Prozent
auf nunmehr 2.187 Personen. Ebenfalls gesunken ist die
Langzeitarbeitslosigkeit, und zwar um sieben Prozent auf nunmehr 198
Personen. Gestiegen ist die Zahl der Lehrstellensuchenden, und zwar
um 4,3 Prozent auf 392 Personen. Dem steht gleichzeitig ein starker
Anstieg an offenen Lehrstellen um 20,2 Prozent gegenüber. Mit Ende
August waren 875 offene Lehrstellen beim AMS gemeldet.

Ein Anstieg von 5,8 Prozent oder 105 Personen war dagegen bei den
über 50-Jährigen zu verzeichnen. "Laut AMS nehmen die
gesundheitlichen Einschränkungen in dieser Altersgruppe zu. 151
Personen mehr als im Vorjahr waren aus diesem Grund nur mehr
eingeschränkt vermittelbar", zeigte sich Landeshauptfrau Mag. Gabi
Burgstaller besorgt. "Schon 2010 haben wir im Territorialen
Beschäftigungspakt erste Maßnahmen gesetzt, um die Problematik von
älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu analysieren. Das
EU-Parlament hat beschlossen, das Jahr 2012 zum 'Europäischen Jahr
für aktives Altern' auszurufen. Wir werden in Salzburg ein Bündel
schnüren, um konkrete Maßnahmen umzusetzen", so Burgstaller.
Im Europäischen Jahr für aktives Altern geht es um die Durchsetzung
besserer Beschäftigungsmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen für die
zunehmende Zahl älterer Menschen in Europa sowie um Maßnahmen zur
gesundheitlichen Prävention.

Die EU befindet sich in einem Prozess starker demografischer
Alterung. Ab 2012 wird in Europa die Bevölkerung im erwerbsfähigen
Alter abzunehmen beginnen, während die Zahl der über 60-Jährigen
jährlich um etwa zwei Millionen zunehmen wird. Der stärkste Druck
wird zwischen 2015 und 2035 erwartet, wenn die geburtenstarken
Jahrgänge in den Ruhestand eintreten werden.

"Für Österreich bedeutet das konkret: Ab 2020 wird die Gruppe der
45- bis 64-Jährigen erstmals den größten Anteil der Menschen im
Erwerbsalter darstellen, während gleichzeitig die Zahl der 15- bis
24-Jährigen um rund 90.000 abnehmen wird. Der Anteil der Menschen,
die im aktiven Arbeitsleben stehen, wird höher - bereits seit 2005
ist jeder zweite Beschäftigte in österreichischen Betrieben mehr als
40 Jahre alt", umreißt Landeshauptfrau Burgstaller die Entwicklung.

"Als Vorsitzende des Territorialen Beschäftigungspakts ist es mir
ein zentrales Anliegen, konkrete Maßnahmen einzuleiten. Derzeit
finden erste Gespräche mit dem Gesundheits- und Sozialressort statt,
um ein sinnvolles Bündel zu schnüren. Ältere Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer bringen viel an Erfahrungswissen ein, benötigen jedoch
gleichzeitig andere Rahmenbedingungen als jüngere Menschen. Auch das
Gesundheitsthema spielt hier eine wichtige Rolle. Die Sozialpartner
müssen in die Pflicht genommen werden, aber auch in den Unternehmen
muss entsprechend reagiert werden", so Burgstaller abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0204 2011-09-01 14:44 011444 Sep 11 SBG0001 0503



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