- 01.09.2011, 14:02:52
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Windbüchler-Souschill: Finanzierung von Notwohnung für von Zwangsverheiratung Betroffene muss sichergestellt werden
Grüne fordern rasche Umsetzung eines bundesweiten Kinder- und Jugendhilfegesetzes
Wien (OTS) - Zu den offenen Baustellen der Regierung zählt, wie
orf.at heute berichtet, die nicht vorhandene Notwohnung für von
Zwangsverheiratung betroffene oder bedrohte Mädchen und Frauen.
Diese Maßnahme ist zwar im Regierungsprogramm verankert, wartet aber
noch immer auf Umsetzung.
"Die Finanzierung einer Notwohnung für von Zwangsverheiratung
betroffene Mädchen und Frauen ist umgehend sicherzustellen", fordert
die Jugendsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill und
weiter: "Insbesondere die Ministerinnen Mikl-Leitner und
Heinisch-Hosek sind aufgefordert jenseits von Ankündigungen Taten zu
setzen und sich über die Finanzierung zu einigen." Eine Notwohnung
muss den von Expertinnen empfohlenen Qualitätskriterien entsprechen
und den speziellen Schutz- und Betreuungsbedarf der von
Zwangsverheiratung Betroffenen und Bedrohten entsprechen, erläutert
Windbüchler-Souschill.
"Gerade für minderjährige Betroffene fehlt vollkommen die rechtliche
Basis für einen geschützten und anonymisierten Aufenthalt. Hier
braucht es die rasche Umsetzung eines bundesweiten Kinder- und
Jugendhilfegesetz, das gerade jugendliche Frauen vor
Zwangsverheiratungen schützt", erklärt Windbüchler-Souschill. Die
Grünen haben vor der parlamentarischen Sommerpause einen Antrag
eingebracht, der Innenministerin Mikl-Leitner auch auf ihre Zusage
verweist, in diesem Punkt
endlich Schutzmaßnahmen zu installieren. "Frauen und Mädchen die
Schutz brauchen vor Gewalt, Zwang und Ausbeutung dürfen nicht weiter
im Regen stehen gelassen werden."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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