• 01.09.2011, 10:25:33
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JG-Tauß fordert Antidiskriminierungsstelle auf Bundesebene

Anonyme Bewerbungen als Schlüssel gegen Diskriminierung am Arbeitsmarkt

Wien (OTS) - Die Bundesvorsitzende der Jungen Generation Tina Tauß
fordert eine Antidiskriminierungsstelle auf Bundesebene. "Eine eigene
Antidiskriminierungsstelle ist der erste Schritt hin zu einem
Sichtbarmachen und Messen von rassistischen und diskriminierenden
Handlungen" sagt Tauß. "Gezielte Hetze, Alltagsrassismus und
Vorurteile führen nur zu weiteren Eskalationen in vielen
Lebensbereichen. Wir brauchen Daten und Fakten, wie Diskriminierung
und Rassismen funktionieren, wo sie stattfinden und wie man sie
bekämpfen kann", so Tauß. Weiters tritt die Bundesvorsitzende für
anonymisierte Bewerbungen ein. "Bewerbungen ohne Alter, Name, Foto,
Familienstand oder Geschlecht garantieren, dass für die Einladung zu
einem Bewerbungsgespräch nur die Qualifikation im Vordergrund steht",
so Tauß.

"Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, Herkunft, Religion,
sexueller Ausrichtung, Behinderung oder Weltanschauung muss bekämpft
werden", sagt Tauß, die sich eine eigene Behörde wünscht, die sich
mit Rassismen und Diskriminierung auseinandersetzt. "Ziel der
Antidiskriminierungsbehörde muss es sein, Betroffene bei der
Durchsetzung ihrer Rechte zum Schutz vor mittelbarer oder
unmittelbarer Diskriminierung zu helfen. Auch sollte diese Behörde
gezielte Maßnahmen zur Prävention vorlegen. Mittels eines jährlichen
Anti-Diskriminierungsberichts kann man Brennpunkte identifizieren und
gezielt gegensteuern", so Tauß.

In einigen Ländern gehören anonymisierte Bewerbungen bereits zum
Standard bei Bewerbungsverfahren. Studien zeigen, dass ältere
Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund oder beispielsweise auch
Frauen mit Kindern aufgrund von Vorurteilen diskriminiert und oft gar
nicht zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden. "Mittels
anonymisierter Bewerbungen könnte man diese Vorurteile überwinden und
die Qualifikation in den Vordergrund rücken. Anonymisierte
Bewerbungen sind ein Schlüssel gegen die Diskriminierung am
Arbeitsmarkt", so Tauß.

Rückfragehinweis:
Andreas Stadlmayr
Bundessekretär der Jungen Generation in der SPÖ
[email protected]
Tel.: 01 53427 DW 264
Mobil.: 0664 88 54 02 85

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