- 31.08.2011, 11:51:20
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Minister Alois Stöger setzt Maßnahmen für beste Gesundheitsversorgung von Senioren
Neue Geriatrie-Zusatzausbildung für Ärzte und e-Medikation verbessern Qualität im Gesundheitssystem
Wien (OTS/SK) - "Da viele Menschen, die das Gesundheitssystem in
Anspruch nehmen müssen, Senioren sind, müssen die Bedürfnisse dieser
Zielgruppe verstärkt berücksichtigt werden", sagte
Gesundheitsminister Alois Stöger am Mittwoch bei einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit den Seniorenratspräsidenten Karl Blecha und
Andreas Khol. Eine wichtige Neuerung hat der Minister vor kurzem mit
dem Additivfach Geriatrie eingeführt: "Alterserkrankungen nehmen
aufgrund der demografischen Entwicklung zu, die Ärztinnen und Ärzte
für spezielle Krankheitsbilder der Altersmedizin auszubilden, ist
eine logische Konsequenz." ****
Der Gesundheitsminister erklärte, dass Allgemeinmediziner wichtige
Ansprechpartner für Senioren sind, das Additivfach Geriatrie, eine
zweijährige Ausbildung, richtet sich daher vor allem an diese Ärzte.
"Sensibilisierung und fachliches Know-how stehen bei der Ausbildung
im Zentrum", so Stöger.
Die Interessen und Lebensbedingungen von Seniorinnen und Senioren
werden auch bei der Erarbeitung der Gesundheitsziele berücksichtigt,
im Vordergrund steht dabei die Prävention. "In der rund 30 Personen
umfassenden Arbeitsgruppe, die die neuen Gesundheitsziele erarbeitet,
sind auch die Seniorinnen und Senioren vertreten", so der Minister.
Die so entstehenden Rahmen-Gesundheitsziele sollen der
Gesundheitspolitik für die nächsten Jahrzehnte als Orientierung
dienen.
"Auch das neue Wartezeiten-Management für Operationen leistet einen
wichtigen Beitrag", so der Gesundheitsminister, der damit den
gleichen Zugang zum Gesundheitssystem für alle stärken will.
Abzuwarten seien aber noch die Ausführungsgesetze der Bundesländer.
Gerade ältere Menschen haben häufig Schwierigkeiten im Umgang mit
Medikamenten. Um Doppel-, Mehrfach- oder gar Fehlverschreibungen zu
vermeiden, wurde die e-Medikation als Pilotprojekt gestartet. Durch
die e-Medikation wird sichtbar, welcher Arzt einem Patienten welches
Medikament verschrieben hat. "Die Qualität der Gesundheitsversorgung
älterer Menschen wird damit stark verbessert", bekräftigt Stöger.
"Es ist wichtig, dass ältere Menschen einen Platz im
Gesundheitssystem haben und ihre Vertreter mitreden können. Auch in
der Spitalsreform planen wir die Bedürfnisse von Senioren mit", so
Stöger in Hinblick auf den notwendigen Ausbau der Altersmedizin.
(Schluss) bj/sv/ele
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