- 31.08.2011, 10:12:12
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Domingo kritisiert Regisseure in Bayreuth und Salzburg
Wien (OTS) - Opernstar Placido Domingo kann der Wahl von
Regisseuren bei den großen Festspielen nichts abgewinnen. Wagners
"Tannhäuser", in Bayreuth von Sebastian Baumgarten in eine
Biogas-Anlage verlegt, und Richard Strauss' "Frau ohne Schatten", die
in Christof Loys Salzburger Deutung in einem
Schallplattenaufnahmestudio spielt, erregten das Missfallen des
Sängers. "Damit habe ich ein Problem", sagt Domingo, der die Oper von
Los Angeles leitet, in einem Interview für die morgen erscheinende
NEWS-Ausgabe. "Das ist mir unverständlich. Als Operndirektor würde
ich so etwas nie zulassen. In Deutschland und Österreich ist es
leider zur Gewohnheit geworden, dass man mit der Regie Skandale
erzeugt. Aber die Verantwortung hat immer der Direktor." - Er selbst,
fährt Domingo fort, pflege in solchen Fällen einzugreifen. "Wenn ich
mit der Produktion nicht einverstanden war, habe ich mit dem
Regisseur gesprochen. Wenn das nichts geholfen hat, habe ich die
Produktion gestoppt." Beide Inszenierungen wurden vom Publikum mit
heftigen Missfallensbekundungen bedankt.
An der Übernahme des frei werdenden Theaters an der Wien ist
Domingo nicht interessiert, doch bestätigt er Projekte mit dem Haus,
mit der Wiener Staatsoper und mit den Salzburger Festspielen in der
neuen Intendanz Alexander Pereiras.
Domingo kehrt am 3. September in der Rolle des Simone Boccanegra
(Verdi) an die Staatsoper zurück.
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