- 30.08.2011, 14:43:36
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VP-Marek ad Oxonitsch/Brandsteidl: Stadtregierung stiehlt sich in Sachen Bildung wieder einmal aus der Verantwortung
Bürgermeister Häupl glänzt durch Abwesenheit
Wien (OTS) - "Dass Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl im
heutigen Pressegespräch zum Thema 'Schulstart' Lehrerstreichungen im
Pflichtschulbereich leugnet, ist ein Affront gegen Wiens
Schüler/innen. Fakt ist, dass in Wien - ausgerechnet im selbst
ausgerufenen Jahr der Bildung - Lehrer/innen eingespart werden: in
Summe 300 (160 im abgelaufenen, 140 im kommenden Schuljahr). Die SPÖ
betreibt, unterstützt von den Grünen, Zukunftsraub an Wiens Kindern.
Bezeichnend dafür ist auch, dass Bürgermeister Häupl - obwohl als
Teilnehmer angekündigt - der heutigen Pressekonferenz fern blieb. Es
wäre hoch an der Zeit, Bildung in Wien zur Chefsache zu machen,
angesichts der desaströsen Daten des Wiener Bildungssystems, die
zuletzt auch durch das WIFO bestätigt wurden. Wien befindet sich
bildungspolitisch auf dem Abstellgleis", so die Klubobfrau der ÖVP
Wien, LAbg. Christine Marek.
Wiens Kinder leiden enorm unter der Sparpolitik auf ihrem Rücken. Das
einstige Bestreben der Stadtschulratspräsidentin, wonach bis
Weihnachten eine deutliche Verbesserung bei der Lesekompetenz der
Schülerinnen und Schülern eintreten sollte, ist wohl angesichts der
Einsparungen als ein frommer Wunsch ans Christkind zu bezeichnen. Der
Wiener Lesetest hat gezeigt, dass Wiens Schüler/innen erhebliche
Probleme im Lesen haben. Zwischen 20 und 25 Prozent können kaum oder
nur schlecht bzw. nicht sinnerfassend lesen. Der Vorschlag von
Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl, die besonders leseschwache
Schüler/innen aus dem Regelunterricht nehmen will, kann aber nicht
der Weisheit letzter Schluss sein. "Am Ende der Volksschule müssen
die Kinder ausreichend lesen, schreiben und rechnen können", so
Marek, die fordert, den Lesetest in der dritten und siebten
Schulstufe (statt wie bislang in der vierten und achten)
durchzuführen, um gezielt am Schulstandort noch gegensteuern zu
können. "Selbst Brandsteidl musste heute zugeben, dass viele
leseschwache Schüler/innen nach der achten Schulstufe verloren gehen.
Hier muss man den Wiener Lesetest noch einmal überdenken", so die
VP-Klubobfrau.
"Wiens Kinder haben sich eine solche Politik nicht verdient. Keinem
Wiener Schüler ist damit geholfen, wenn die bestehenden Probleme
unter den Teppich gekehrt werden. Das bald beginnende Schuljahr
sollte nicht wieder ungenutzt vorüber gehen - Zeit, sich der
zahlreichen Baustellen anzunehmen", betont Marek abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T:(+43-1) 4000/81 916, F:(+43-1) 4000/99 819 60
mailto:[email protected]
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