OTS0169   30. Aug. 2011, 14:43

1 Million Euro Förderpreisefür Projekte zur Vorbeugung von Schlaganfällen durch Vorhoffflimmern



- Mehr als zwei Millionen Stimmen nach Aufruf von Schauspielerin
Jane Seymour

- Globale Aufklärungsinitiative 1 Mission 1 Million - Herzenssache
Schlaganfall unterstützt 32 Projekte auf der ganzen Welt

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Paris wurden
gestern Abend die 32 Gewinner der globalen Aufklärungsinitiative
1 Mission 1 Million - Herzenssache Schlaganfall (Getting to the Heart
of Stroke) bekannt gegeben. Die Öffentlichkeit hatte die
Siegerprojekte im Internet gewählt; ein Expertengremium nominierte
zusätzliche unterstützenswerte Initiativen. Die Gewinner erhalten nun
Förderpreise in einer Gesamthöhe von 1 Million Euro zur Realisierung
ihrer Projekte. Diese verfolgen das gemeinsame Ziel, bis zu 1 Million
Schlaganfälle zu verhindern, die durch Vorhofflimmern bedingt sind.
Weltweit unterstützen über 45 Organisationen die Initiative 1 Mission
1 Million, die von Boehringer Ingelheim finanziell gefördert wird.

Die bekannte Schauspielerin Jane Seymour, Botschafterin von 1
Mission 1 Million, kommentierte den Ausgang der Abstimmung: "Ich
freue mich sehr, dass so viele Länder einen Nutzen aus dieser
Initiative ziehen können. Ich bin aus sehr persönlichen Gründen an 1
Mission 1 Million beteiligt: Meine Mutter erlitt einen Schlaganfall,
der auf Vorhofflimmern zurückzuführen war. Durch Vorhofflimmern
bedingte Schlaganfälle können entsetzliche Folgen haben und ich bin
stolz, einen Beitrag zu dieser Initiative leisten zu können. Diese
Projekte werden bei Menschen, die an Vorhofflimmern leiden, und deren
Familien, wirklich etwas bewegen."

Zu den Preisträgern zählen Einzelpersonen, Patienten- und
Berufsverbände sowie Gesundheitszentren aus 18 verschiedenen Ländern
(s. Abb.). Die prämierten Projekte umfassen u. a. die Entwicklung
einer iPhone App, mit der man einen unregelmäßigen Herzschlag
feststellen kann, die Produktion eines Videos zur Aufklärung über das
Krankheitsbild, die lokale Bereitstellung einer EKG-Überwachung sowie
eine Social-Media-Plattform, die zur aktiven Vorbeugung eines
Schlaganfalls motiviert.

"Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung
und verursacht jährlich bis zu drei Millionen Schlaganfälle weltweit.
1.-6. Zudem kommt es bei etwa jedem vierten Menschen ab 40 Jahren im
Laufe seines Lebens zu Vorhofflimmern - eine erschreckend hohe Zahl!
7.

Die Bekanntgabe der Gewinner ist lediglich der Anfang. Die
ausgewählten Projekte sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg, durch
Vorhofflimmern bedingten Schlaganfällen vorzubeugen, und haben das
Potenzial, überall auf der Welt Menschenleben zu retten", so
Professor John Camm, ein Mitglied des Expertengremiums von 1 Mission
1 Million.

Die Projektvorschläge, die Einzelpersonen, Patienten- und
Berufsverbände sowie Gesundheitszentren aus 36 Ländern vor zwölf
Monaten unter www.heartofstroke.com und den diversen lokalen Seiten
(in Österreich: www.herzenssache-schlaganfall.at) eingereicht hatten,
wurden von einem Gremium führender Experten auf dem Gebiet des
Vorhofflimmerns geprüft, bevor die Öffentlichkeit dazu eingeladen
wurde, online über die 184 Projekte abzustimmen. 2 dieser Projekte
kamen aus Österreich. Das Ziel der Abstimmung bestand darin, die
Projekte zu ermitteln, die nach Ansicht der Öffentlichkeit das größte
Potenzial haben, einen Beitrag zur Prävention von durch
Vorhofflimmern bedingten Schlaganfällen zu leisten. Insgesamt wurden
mehr als zwei Millionen Stimmen abgegeben, was zeigt, welch großen
Anklang diese Initiative bei der Öffentlichkeit gefunden hat.

Ein Überblick über die Projekte der Gewinner und nützliche
Informationen zu den Risikofaktoren für einen Schlaganfall durch
Vorhofflimmern sowie Unterstützung und Beratung für Menschen, bei
denen diese Erkrankung diagnostiziert wurde, stehen unter
www.herzenssache-schlaganfall.at zur Verfügung.

Anmerkungen für die Presse

Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung
weltweit: Bei circa 25 Prozent aller Menschen ab 40 Jahren kommt es
im Laufe ihres Lebens zu Vorhofflimmern. 1.,7. Vorhofflimmern ist
gekennzeichnet durch einen unregelmäßigen Herzschlag, häufig mit
einer zu schnellen oder zu langsamen Herzfrequenz. 8. Menschen mit
Vorhofflimmern haben ein bis zu fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko
im Vergleich zu Menschen ohne Vorhofflimmern. Durch Vorhofflimmern
bedingte Schlaganfälle sind tendenziell schwerwiegender als andere
Schlaganfälle und gehen häufig mit einem stärkeren Behinderungsgrad
einher. 3. - 5.,9. Viele durch Vorhofflimmern bedingte Schlaganfälle
könnten vermieden werden, aber viele Menschen sind sich ihres Risikos
nicht bewusst und unternehmen keine aktiven Schritte zur
Schlaganfallprävention. 10.

1 Mission 1 Million

1 Mission 1 Million - Herzenssache Schlaganfall (Getting to the
Heart of Stroke) ist die erste Aufklärungsinitiative ihrer Art. Sie
wird von führenden Gesundheitsexperten und Patientenorganisationen
unterstützt - darunter AntiCoagulation Europe, die Atrial
Fibrillation Association, die Stroke Alliance for Europe (SAFE) und
die World Heart Federation. Boehringer Ingelheim fördert 1 Mission 1
Million finanziell. Die weltweit von medizinischem Fachpersonal und
Organisationen eingereichten Projektvorschläge wurden von einem
Gremium führender Experten auf dem Feld des Vorhofflimmerns geprüft
und die Öffentlichkeit war vom 22. März bis zum 22. Juni 2011
eingeladen, online darüber abzustimmen. Die Mitglieder des
Expertenausschusses bestimmen auch sieben Sonderpreise, die
"Expertenwahl" heißen - Projekte, die nach Meinung der Experten eine
spezielle Anerkennung verdienen. Es standen insgesamt 32 Förderpreise
von 10.000 Euro bis 100.000 Euro in einer Gesamthöhe von 1 Million
Euro zur Verfügung.

Die Unterstützer der Kampagne

1 Mission 1 Million - Herzenssache Schlaganfall (Getting to the
Heart of Stroke) wird von über 45 Organisationen weltweit
unterstützt. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die vier globalen
Unterstützer unserer Initiative.

AntiCoagulation Europe
www.anticoagulationeurope.org

Als eine führende gemeinnützige Organisation in Europa, die sich
für die Thromboseprophylaxe einsetzt, sehen wir '1 Mission 1 Million'
als eine herausragende Möglichkeit, uns mit anderen Organisationen
zusammenzuschließen, um gemeinsam dazu aufzurufen, die
Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern zur verbessern.

Atrial Fibrillation Association
www.atrialfibrillation.org.uk

Die AFA beteiligt sich an '1 Mission 1 Million', da wir uns als
die Stimme von Patienten mit Vorhofflimmern, ihren Betreuungspersonen
und medizinischem Fachpersonal auf diesem Gebiet dafür einsetzen, die
Gesundheit, das Wohlbefinden und damit auch das Leben von Menschen,
die unter dieser beeinträchtigenden Erkrankung leiden, zu verbessern.
Viele Patienten beschreiben Vorhofflimmern als eine Krankheit, die
'ihnen das eigentliche Leben raubt'.

Stroke Alliance for Europe (SAFE)
www.safestroke.org

Die Stroke Alliance for Europe (SAFE) ist stolz darauf, '1 Mission
1 Million' zu unterstützen. Diese wertvolle Initiative wird die
öffentliche Wahrnehmung von Vorhofflimmern als einen der versteckten
Risikofaktoren für Schlaganfälle verbessern. Es werden nicht immer
die angemessenen Behandlungsoptionen für Patienten mit Vorhofflimmern
angewendet und das Bewusstsein für dieses Problem ist in der
Öffentlichkeit zurzeit extrem niedrig. Wenn Vorhofflimmern ganz oben
auf der Tagesordnung bei Medizinern steht, wird das Verständnis in
der Allgemeinheit und bei Ärzten zunehmen, so dass ein wirksameres
Management der Erkrankung möglich wird.

World Heart Federation
www.worldheart.org

Das Vorhofflimmern entwickelt sich zunehmend zu einem Problem der
öffentlichen Gesundheit, das nicht nur die betroffenen Patienten,
sondern auch ihre Familien beeinträchtigt und zudem nationale
Gesundheitssysteme belastet. Untersuchungen zeigen jedoch, dass das
Bewusstsein und das Verständnis für diese Krankheit nur gering
ausgebildet sind. Die World Heart Federation unterstützt die
Initiative '1 Mission 1 Million' und ihr Ziel, mehr Aufmerksamkeit
auf diese ernstzunehmende Krankheit zu lenken, deren Folgen
verheerende Auswirkungen für die betroffenen Patienten und
Gesundheitssysteme haben kann.

Boehringer Ingelheim

Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den
20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim,
Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 145 verbundenen
Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 42.000
Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in
Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie
im Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischem Nutzen für die
Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.

Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher
Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu
zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten ebenso wie der
sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt,
Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des
Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.

Im Jahr 2010 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von
rund 12,6 Mrd. Euro. Fast 24 Prozent der Umsätze aus dem größten
Segment (Verschreibungspflichtige Arzneimittel) investierte das
Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.

Referenzen

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    epidemic: an economic analysis of atrial fibrillation in the UK.
    Heart 2004; 90:286-92.

 2. Atlas of Heart Disease and Stroke, World Health Organization, 
    September 2004. Viewed March 2011 at    
www.who.int/cardiovascular_diseases/en/cvd_atlas_15_burden_stroke.pdf
  
 3. Wolf PA, Abbott RD, Kannel WB. Atrial fibrillation as an 
    independent risk factor for stroke: the Framingham Study. Stroke
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    fibrillation: the Framingham study. Stroke 1996; 27:1760-4.

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    Circulation 2004; 110:1042-6.

 8. Goodacre S, et al. ABC of clinical electrocardiography. Atrial 
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 9. Kelly-Hayes M, et al. The influence of gender and age on 
    disability following ischemic stroke: The Framingham Study. J 
    Stroke Carebrovasc Dis 2003; 12:119-266.

 10. Hart GR, et al. Meta-analysis: Antithrombotic therapy to 
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     fibrillation. Ann Intern Med 2007; 146:857-67.
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