- 30.08.2011, 11:45:04
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ÖH: verpflichtende Voranmeldung ist technisches Desaster
Liste der Probleme nicht enden wollend
Wien (OTS) - "Die Voranmeldung war ein sinnloser politischer
Schnellschuss, mit dem die Regierung einmal mehr ihre Inkompetenz in
Sachen Hochschulpolitik bewiesen hat," ärgert sich Peter Grabuschnig,
ÖH Generalsekretär, über die zusätzliche Hürde für Studierende.
"Nicht nur bringt sie keinerlei zusätzliche Planbarkeit, die
Voranmeldung ist auch ein technisches Desaster, das nur unnötige
Kosten und Arbeit verursacht," so Grabuschnig weiter.
"An der Uni Linz hat der Link, der von der Eingabe der Daten zur
Anmeldung für das Studium führt, nur teilweise funktioniert," nennt
Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam nur eines der vielen Probleme mit den
Anmeldesystemen. "Anfang August gab es in Linz Daten von über 2109
Personen, aber nur 1672 waren für ein Studium vorangemeldet. Dass es
für die rund 450 Personen, bei denen das System versagt hat, eine
Kulanzlösung geben muss, steht außer Frage und wurde von Seiten der
Universität auch schon angekündigt."
"An der Uni Graz haben zu Beginn der Anmeldephase sogar
Studienrichtungen im System gefehlt, die erst auf Ansuchen der ÖH Uni
Graz hinzugefügt wurden," erklärt Angelika Gruber vom Vorsitzteam der
ÖH. "Dass es keine Bestätigung für die Anmeldung und auch keine
Fehlermeldungen gab, hat viele noch zusätzlich verunsichert," so
Gruber weiter. "Einige Studierende, die sich bereits an der Uni Graz
inskribieren wollten, haben erst vor Ort erfahren, dass die
Voranmeldung nicht funktioniert hat. Sollten nach Ende der Frist
weiter Solche Fälle auftreten ist aber auch hier mit Kulanzlösungen
zu rechnen."
Auch an der größten Österreichischen Universität, der Uni Wien, hat
die Voranmeldung zu Problemen geführt. "Wegen Wartungsarbeiten
konnten sich Studierende tagelang nicht anmelden," ergänzt das
Vorsitzteam der ÖH eine Liste an Problemen, die noch lange
weitergeführt werden könnte. "Es hat sich ganz klar gezeigt, dass ein
derart komplexes technisches System nicht über Nacht eingeführt
werden kann, ohne total zu versagen. Das Ziel zukunftsgerichteter
Bildungspolitik darf es nicht sein, mit weiteren unnötigen Hürden
Studierende von den Hochschulen fernzuhalten," appelliert das ÖH
Vorsitzteam unisono an die Regierung.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Johanna Griesmayr, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at/
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