- 30.08.2011, 11:05:54
- /
- OTS0080 OTW0080
Staatssekretär Wolfgang Waldner bei DialogEntwicklung-Veranstaltung "Hunger Macht Konflikt"
Wien (OTS) - Fast eine Milliarde Menschen leiden weltweit an
Hunger und Unterernährung. Warum und was kann dagegen getan werden?
Darüber diskutiert heute Staatssekretär Wolfgang Waldner gemeinsam
mit Expertinnen und Experten, im Rahmen der
DialogEntwicklung-Veranstaltung "Hunger Macht Konflikt" auf Einladung
der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) an
der Diplomatischen Akademie Wien.
"Hungernde Menschen, wie jene am Horn von Afrika, brauchen jetzt
rasche und gut organisierte Hilfsmaßnahmen. Langfristig aber müssen
wir auf einen sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen
Strukturwandel abzielen", so Außenminister und Vizekanzler Michael
Spindelegger im Vorfeld der Veranstaltung und führte fort:
"Fehlgeleitete Politik, fehlende Regierungsstrukturen und
Instabilität zählen heute zu den größten Entwicklungshindernissen.
Hunger führt zu Konflikten. Umgekehrt bedingen aber auch Konflikte
Ernährungsunsicherheit."
Staatssekretär Waldner im Rahmen seines Eröffnungsstatements: "Die
Gründe für die Ernährungsunsicherheit, der wir gegenüber stehen sind
vielfältig und greifen ineinander. Expertinnen und Experten sind sich
jedoch einig, dass Partner- wie Geberländer lange Zeit eine
fehlgeleitete Politik verfolgt haben. Dies führt uns auch die Krise
in Ostafrika deutlich vor Augen: Es geht nicht mehr um
"Entwicklungspolitik", sondern um globale Strukturpolitik, die die
Bedingungen für nachhaltige menschliche Entwicklung weltweit
schafft."
"Es fehlt an wirkungsvollen Mechanismen auf globaler Ebene, um
einen sozialen und ökologischen Ausgleich für Ungleichgewichte und
Exzesse zu schaffen. Und dies nicht nur für die heutigen, auch für
die zukünftigen Generationen" erklärte Waldner. Dabei komme der EU
eine besondere Verantwortung zu. Europa setzt bereits zahlreiche
Maßnahmen um zur weltweiten Ernährungssicherheit beizutragen. Dieser
Weg muss fortgesetzt werden, denn auch die europäische Agrarpolitik
hat direkten Einfluss auf die Ernährungssicherheit und das Recht auf
Nahrung in anderen Teilen der Welt. "Nicht zuletzt deshalb muss das
Ziel der globalen Ernährungssicherheit in allen EU Politiken verfolgt
werden", so der Staatssekretär abschließend.
Ernährungssicherheit ist einer der Schwerpunkte der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Über 13 Millionen Euro
gab die Austrian Development Agency 2010 für ländliche Entwicklung
und Landwirtschaft aus. Abhängig von den jeweiligen sozioökonomischen
Bedingungen und natürlichen Gegebenheiten werden dabei
unterschiedliche Maßnahmen gefördert. So werden etwa kleinbäuerliche
Familienbetriebe dabei unterstützt, die eigene Produktion zu sichern
und zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften. Der gleichberechtigte
Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Land und Wasser sowie die
Möglichkeit Darlehen oder Kredit aufzunehmen und notwendige
Informationen und Wissen zu erhalten sind dabei entscheidende
Faktoren zur Steigerung von Produktion und Sicherung der Ernährung.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
mailto:[email protected]
http://www.aussenministerium.at, http://www.bmeia.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MAA






