- 29.08.2011, 17:51:32
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Spindelegger: "Enge Zusammenarbeit in Krisen unersetzlich"
Vizekanzler trifft Schweizer Bundespräsidentin Calmy-Rey und Liechtensteiner Regierungsrätin Aurelia Frick in Bern
Wien (OTS) - Im Rahmen eines trilateralen Treffens in Bern traf
Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger heute mit der
Bundespräsidentin der Schweiz, Micheline Calmy-Rey, und der
Liechtensteiner Regierungsrätin für Äußeres, Justiz und Kultur,
Aurelia Frick, zusammen. "Österreich und die Schweiz verbinden
hervorragende Beziehungen. Etwa im Bereich der
Schengen-Zusammenarbeit wollen wir nach den Erfahrungen der letzten
Jahre unser gegenseitiges Vertretungsnetzwerk weiter ausbauen",
verwies Spindelegger auf die geplante Erweiterung der Zusammenarbeit.
Geplant ist etwa, dass Österreich ab 1. September die
Schengen-Vertretung für die Schweiz in Zagreb, Tirana und Sofia
übernimmt. Die Schweiz wird Österreich ab 1. Oktober in Tiflis
vertreten. "Eine ähnliche gute Zusammenarbeit wollen wir bald auch
mit Liechtenstein führen", ergänzte der Außenminister in Hinblick auf
den 2006 unter österreichischem EU-Ratsvorsitz ausgehandelten
Schengen-Beitritt des Fürstentums, der bisher jedoch nicht in Kraft
getreten ist.
Wie wichtig gute nachbarschaftliche Beziehungen seien, haben uns
auch die jüngsten Krisen zuletzt deutlich vor Augen geführt, ergänzte
der Außenminister. "In Krisensituationen ist eine enge und rasche
Zusammenarbeit der Vertretungen vor Ort unersetzlich", verwies
Spindelegger auf gemeinsame Bemühungen etwa zur Evakuierung von
StaatsbürgerInnen aus Notsituationen - wie zuletzt in Nordafrika -
oder auch gemeinsam durchgeführte radiologische Messungen nach den
Ereignissen in Fukushima.
Spindelegger sprach auch eine engere Kooperation von
EU-Mitgliedern und Nicht-EU-Staaten im Alpenraum im Rahmen einer
möglichen gemeinsamen Alpen-Strategie an. "Der Erfolg der
Donauraum-Strategie hat gezeigt, wie wichtig es ist an einem Strang
zu ziehen, wenn es darum geht die Zukunft einer Region abzusichern.
Gerade im Alpenraum verbinden uns gemeinsame Interessen und
Herausforderungen, etwa bei Fragen des Verkehrs, der Umwelt und der
Bergbauern. Ich bin davon überzeugt, dass wir - wenn wir es von
Frankreich bis Slowenien zusammen angehen - gemeinsame Probleme
nachhaltig lösen können", so der Außenminister abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
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