- 29.08.2011, 12:23:05
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Grünewald entschieden gegen Selbstbehalte und Ambulanzgebühr
Vorschlag Edlinger-Ploders richtet sich gegen sozial Schwache
Wien (OTS) - "Die Einführung von Selbstbehalten bei Arztbesuchen,
sowie die Wiedereinfuhr der Ambulanzgebühr, würde vor allem sozial
Schwache massiv treffen. Außerdem würde eine soziale Staffelung einen
enormen zusätzlichen Verwaltungsaufwand nach sich ziehen",
kritisiert Kurt Grünewald, Gesundheitssprecher der Grünen, den
Vorschlag der steirischen Gesundheitslandesrätin Kristine
Edlinger-Ploder.
Wie Gesundheitsökonomen seit Jahren feststellen, sind Selbstbehalte
nur effizient, wenn sie hoch sind. Das ist aber extrem unsozial, weil
es nur eine kleine Gruppe gibt, die sich diese leisten kann. "Ich
erinnere nur an den Rohrkrepierer Ambulanzgebühr. Sie wurde nach drei
Jahren wegen anhaltendem Chaos und mangelnder Effizienz wieder
abgeschafft. Das muss nicht noch einmal wiederholt werden", meint
Grünewald.
Die Grünen treten für eine Anhebung der Höchstbeitragsgrenze und eine
Verbreiterung der Beitragsgrundlage ein. Auch die Abschaffung der
berufsständigen Kassen und die Reduzierung auf eine Krankenkasse mit
neun Länderfilialen ist ein gesundheitspolitisches Ziel der Grünen.
" Eine Reform der Strukturen im Gesundheitswesen ist überfällig.
Planung, Steuerung und Finanzierung müssen in eine
Gesamtverantwortung zusammengelegt werden, um die teuren
Schnittstellen zu beseitigen", fordert Grünewald.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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