• 29.08.2011, 11:16:12
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AK zu Teuerung bei Ernährung, Wohnen, Energie: Für Kleinverdiener ist Alltagsleben kaum mehr leistbar

Linz (OTS) - Im Vormonat gab es mit 3,5 Prozent den stärksten
Anstieg der Verbraucherpreise seit September 2008. Das trifft die
unteren Einkommensschichten besonders stark. Denn die größten
Preistreiber sind Dinge des Alltagslebens: Treibstoff, Energie und
Nahrungsmittel. Sie sind für 40 Prozent der Jahresinflation
verantwortlich. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer fordert daher, dass
die Löhne deutlich erhöht, die Berufspendler/-innen höher entschädigt
und das Arbeitslosengeld angehoben werden.

"Derzeit werden vor allem Dinge massiv teurer, bei denen die
Menschen nicht sparen können, ohne massiv an Lebensqualität
einzubüßen oder sogar Schaden zu erleiden", sagt AK-Präsident Dr.
Johann Kalliauer. Dazu kommt dass das ausgabenschwächste Zehntel der
Haushalte bereits 62,5 Prozent ihres Budgets allein für Ernährung,
Wohnen und Energie ausgeben muss, beim ausgabenstärksten Zehntel
machen diese Kosten nur 24,5 Prozent aus (eine Grafik zu "Ernährung,
Wohnen, Energie: Ausgaben-Anteile 2009 /2010" finden Sie auf
www.arbeiterkammer.com zum Download).

Immer mehr Pendler/-innen müssen für ihre berufliche Mobilität
zwischen einem Viertel und einem Drittel ihres Nettoeinkommens
aufwenden. Auch bei Heizung und Warmwasser sind viele mit dem Sparen
bereits am Limit: Das unterste Einkommensviertel benötigt bereits 8,3
Prozent des Haushaltsbudgets für Energie - eine Steigerung um fast 50
Prozent gegenüber 2004. Investitionen in teure Energiesparmaßnahmen
sind da nicht drin. Und dass auch Lebensmittel und Wohnen zu den
Preistreibern gehören, macht die Situation noch dramatischer.

"Nach den Reallohnverlusten der letzten Jahre ist nun ein
deutlicher Lohnzuwachs unverzichtbar und mehr als gerechtfertigt -
nicht nur wegen der hohen Inflation", sagt AK-Präsident Dr. Johann
Kalliauer. Er weist auch darauf hin, dass mehr Geld für
Kleinverdiener auch immer einen Nachfrage-Impuls für die heimische
Wirtschaft nach sich zieht. Denn: Kleinverdiener müssen ihr gesamtes
Einkommen für den Lebensunterhalt ausgeben. Haben sie etwas mehr Geld
zur Verfügung, werden aufgeschobene Investitionen getätigt: die
Waschmaschine ausgetauscht oder ein lang ersehnter Familienurlaub
gebucht.

Um die Teuerung abzufedern, fordert die Arbeiterkammer außerdem
eine höhere Entschädigung für die Berufspendler/-innen, die vor allem
bei kleinen und mittleren Einkommen wirkt, mehr Steuergerechtigkeit
zugunsten der Menschen mit niedrigen Einkommen und ohne Vermögen
sowie ein höheres Arbeitslosengeld durch die Anhebung der Ersatzrate.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Margit Schrenk
Tel.: (0732) 6906-2198
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com

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