- 26.08.2011, 16:17:18
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AKNÖ: Invaliditätspension muss erhalten bleiben
Haneder gegen Sparen auf Kosten kranker ArbeitnehmerInnen
Wien (OTS) - Heftige Kritik übt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder an
den jüngsten Vorschlägen von IHS-Chef Felderer. Dieser sprach sich in
einer aktuellen Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer für ein
Auslaufen der Invaliditätspension aus. "Dieser Vorschlag ist völlig
absurd", so die erste Reaktion von Haneder. Für die AKNÖ trägt der
Vorschlag zur Abschaffung der Invaliditätspension nur zur
Verunsicherung der ArbeitnehmerInnen bei. "Dieses Vorhaben geht
komplett an der Realität vorbei. Statt die Arbeitsbedingungen zu
verbessern, die zu Arbeitsunfähigkeit führen, will man kranke
ArbeitnehmerInnen bestrafen", kritisiert Haneder.
Die zentralen Punkte des Pensionsrechts sind die Absicherung für den
Fall der Arbeitsunfähigkeit und für das Alter. Wenn beides sukzessive
abgeschafft oder ausgehöhlt werde, verdiene die Pensionsversicherung
ihren Namen nicht mehr, kritisiert die AKNÖ. Ein großer Teil der
Invaliditätspensionen ist auf die ständig steigenden Anforderungen
der Betriebe zurückzuführen. " Anstatt die Dienstnehmer dafür zu
bestrafen, dass sie nicht mehr arbeiten können, sollte vielmehr vom
Dienstgeber für die krank machenden Arbeitsbedingungen eine
Beteiligung an der Invaliditätspension verlangt werden, etwa in Form
von höheren Pensionsbeiträgen", fordert AKNÖ-Experte Reinhold Wipfel.
Laut AKNÖ ist es keinesfalls einfach, eine Invaliditäts- oder
Berufsunfähigkeitspension zu erhalten, denn bereits jetzt gilt: Wer
noch einen anderen Beruf ausüben kann, der erhält keine Pension,
sondern wird im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation umgeschult.
Nur wer keine Möglichkeiten mehr hat, erhält eine
Invaliditätspension. "Die ArbeitnehmerInnen gehen ja nicht aus Spaß
in die Invaliditätspension, sondern weil sie krank sind. Dafür müssen
sie in Kauf nehmen, dass ihre Pension im Schnitt um ca. 100 Euro
geringer ausfällt als die reguläre Alterspension", so Wipfel.
Außerdem haben InvaliditätspensionistInnen statistisch gesehen eine
deutlich kürzere Lebenserwartung.
"Der Vorschlag zur Abschaffung der Invaliditätspension ist
menschenverachtend und zynisch. Die AKNÖ wird alle Mittel einsetzen,
damit diese Form der Pension erhalten bleibt", so der AKNÖ-Präsident
abschließend.
Rückfragehinweis:
AKNÖ
Mag. Reinhold Wipfel
01/58883-1420
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