• 25.08.2011, 16:32:16
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Technologiestandort Tirol bleibt top

Neue Forschungszahlen stellen dem Standort ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Technologiebrunch in Alpbach skizziert das Rezept zum Erfolg.

Stehen geschlossen hinter Innovation und Technologie zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Standorten: IV Tirol-Präsident Reinhard Schretter, Forumspräsident Erhard Busek, LRin Doris Hummer (Oberösterreichische Landesregierung), BM Karlheinz Töchterle, LRin Patrizia-Zoller-Frischauf (Tiroler Landesregierung), WK Tirol-Präsident Jürgen Bodenseer und Harald Gohm.

Alpbach (OTS) - Tirol bleibt einer der führenden Standorte für
Forschung und Technologie in Österreich. Aktuellen Zahlen der
Statistik Austria zufolge konnten die Tiroler Ausgaben für Forschung
und Entwicklung in den Krisenjahren 2008 und 2009 auf 683 Millionen
Euro gesteigert werden. Das bedeutet ein erneutes Wachstum in Höhe
von 19,1 Prozent. Und mit 969 Euro an Ausgaben pro Einwohner den
dritten Platz im Bundesländervergleich. Beim heutigen
Technologiebrunch der Standortagentur Tirol in Alpbach gab
Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf Einblick in das Erfolgsrezept.
Bundesminister Karlheinz Töchterle eröffnete das Stelldichein der
nationalen Fach- und Forschungsszene zum Auftakt der Alpbacher
Technologiegespräche.

336 Bundes-Euro pro Kopf und Kooperationen für die Innovationskette

Der Bund investiert in die Tiroler Forschung und Entwicklung nach
den aktuellen Zahlen 336 Euro pro Einwohner. Gegenüber dem
Vergleichsjahr 2007 bedeutet das ein Plus von 40 Euro. Mehr zahlt er
nur mehr im Bundesland Wien ein. Für Wissenschafts- und
Forschungsminister Karlheinz Töchterle sind die Bundesgelder in Tirol
ausgezeichnet investiert: "Neben der exzellenten Grundlagenforschung
sehe ich das dichte Netzwerk von Unternehmen sowie Forschungs- und
Bildungseinrichtungen, die mit der gemeinsamen Nutzung von Synergien
ihre Innovationskraft steigern, als wesentlichen Tiroler
Erfolgsfaktor. Kooperationen ermöglichen eine Innovationskette."
Weiters betont Töchterle: "Das Land Tirol hat in diesem wichtigen und
zukunftsträchtigen Bereich gezielt strategische Schwerpunkte gesetzt,
die das gesamte Know-how in der Region mit einbeziehen und der
Tiroler Wirtschaft wichtige Impulse für ihre internationale
Wettbewerbsfähigkeit liefern."

Technologieoffensive: Land und Wirtschaft investieren deutlich mehr

Wesentliche Impulse gehen am Standort Tirol von der
Technologieoffensive des Landes aus. In deren Rahmen hat das Land
Tirol seine Forschungsausgaben in den Jahren 2008 und 2009 um 23,6
Prozent auf 29 Millionen Euro erhöht. Damit ist es unter anderem
gelungen, auch die heimische Wirtschaft zu antizyklischen
Investitionen zu motivieren. Die Unternehmen haben ihre
Forschungsausgaben nach einem leichten Rückgang im Jahr 2007 erneut
gesteigert, und zwar um 15 Prozent auf 305 Millionen Euro. "Unsere
Wirtschaft ist damit noch einmal innovationsstärker geworden. Dabei
spielt sie bei der Entwicklung zukunftsweisender Technologien mit
unserer Forschung Doppelpass auf höchster Ebene. Beste
Rahmenbedingungen dafür haben wir unter anderem mit unserem eigenen
Kompetenzzentrenprogramm K-Regio geschaffen", erläutert die
zuständige Wirtschaftslandesrätin Zoller-Frischauf.

Ein neues Kraftwerk für sauberen Strom - K-Regio bringt Innovationen
auf den Markt

K-Regio ist das Leitprogramm der regionalen Technologieförderung.
Es unterstützt mehrjährige gemeinsame Forschungsprojekte der
Wirtschaft und Wissenschaft in Ergänzung zum COMET-Programm des
Bundes. Dabei fördert es sehr spezialisierte Forschungsverbünde, um
vor allem Klein- und Mittelbetrieben den Zugang zur kooperativen
Forschung noch einmal zu erleichtern. Seit dem Jahr 2008 sind in
bisher vier Ausschreibungen 6,7 Millionen Euro an Landesmitteln zur
Förderung bewilligt worden. Heuer nehmen vier neue Konsortien ihre
Arbeit auf. Die Zahl der in K-Regios eingebundenen Partner steigt
dann auf 62, darunter 42 Tiroler Unternehmen.

"Von K-Regio Projekten erwarten wir mittel- oder unmittelbare
Produkt- oder Verfahrensinnovationen für die Wirtschaft. Wenn etwa,
wie im K-Regio PowerBox, aus Biomasse wie Hackschnitzeln ein nahezu
teerfreies Gas wird, das Haushalte fast emissionsfrei mit Strom und
Wärme versorgen kann", so Landesrätin Zoller-Frischauf. Schon in
Kürze kommen solche Innovationen auf den Markt. So eröffnet das
K-Regio PowerBox demnächst das sogenannte CraftWERK Beta. Die
Demonstrationsanlage mit 1.000 Kilowatt Brennstoffleistung soll in
den nächsten 12 Monaten wichtige Erkenntnisse für die
Kommerzialisierung der Technologie liefern. Gleichzeitig erfolgt -
mit Unterstützung der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) - bereits die Projektierung
für die erste Anlage im kommerziellen Maßstab, das sogenannte
CraftWERK Gamma, am Standort Wörgl.

Potenzial für Anschlussinvestitionen aus dem Ausland

Damit erweist sich die lückenlose regionale Technologieförderung
in Tirol als wichtiger Motor auch für Anschlussinvestitionen am
Standort. "Diese dynamische Entwicklung ist mehr als erfreulich",
informiert Dr. Harald Gohm, der Geschäftsführer der Standortagentur
Tirol, und bewertet die aktuelle Struktur der Forschungsfinanzierung
am Standort: "Mit einem 45 Prozent-Anteil an den Tiroler
Forschungsausgaben haben die heimischen Betriebe auch im Krisenjahr
2009 nahezu Österreich-Schnitt erreicht. Sehr ausgeglichen finanziert
die öffentliche Hand ebenso 45 Prozent der Tiroler Forschung. Großes
Potenzial sehe ich für Tirol noch bei Investitionen aus dem Ausland.
Dieses finanziert zuletzt neun Prozent der Tiroler Forschung. Auf
eine Erhöhung dieses Anteils werden wir künftig ein Augenmerk
richten."

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Standortagentur Tirol, Ing.-Etzel-Straße 17, 6020 Innsbruck
Presse: Jutta Schrattenthaler
Tel. +43.512.576262.37
mailto:[email protected]
www.standort-tirol.at

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