- 24.08.2011, 12:34:53
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HTU Wien: ExpertInnenbericht zum Hochschulplan voller gezielter Falschaussagen
Lückenhafte Argumentation, fehlende Quellen und einseitige Betrachtungsweise reduzieren den gestern vorgestellten Bericht zu einem rein politischen Auftragswerk
Wien (OTS) - Die Argumentationsketten der ExpertInnen haben oft
keinen kausalen Zusammenhang, die angeführten Zahlen sind irreführend
und auf viele verknüpfte Probleme wird erst gar nicht eingegangen.
Soll ein Bereich wie das österreichische Bildungssystem saniert
werden, müssen die zugrunde liegenden Daten auch fundiert sein. Die
ExpertInnengruppe nimmt es damit scheinbar nicht so genau. Als Quelle
sind nur zu oft ominöse "Stakeholder-Interviews" ohne konkrete
Personenangaben zu finden.
Waren die Gründe für Studiengebühren immer schon unzureichend,
wird in diesem Bericht ganz auf sie verzichtet. Stattdessen genügt
anscheinend ein Verweis auf die bessere soziale Durchmischung an den
Fachhochschulen, um daraus zu folgern, "dass die Studienbeiträge für
die soziale Durchmischung in Österreich keine signifikante Rolle
spielen", wie in dem Bericht angemerkt wird. "Studierende, die in
ihrer Bachelorarbeit solche Zusammenhänge erfinden, würden die Arbeit
zurückgeworfen bekommen", ist Martin Olesch, Vorsitzender der
HochschülerInnenschaft an der Technischen Universität Wien erzürnt.
"Wenn vorhandene Daten nicht in das politische Konzept passen,
werden stattdessen andere, nicht vergleichbare Zahlen verwendet," so
Olesch weiter. "Anstelle der österreichischen Hochschulprognose
verwenden die ExpertInnen lieber Daten aus der Schweiz. Diese dienen
dann als Begründung für Zugangsbeschränkungen, welche mit den
österreichischen Zahlen in keinster Weise argumentierbar sind."
Der Bericht versucht gar nicht erst, objektiv zu sein, sondern
liefert nur fadenscheinige Begründungen für altbekannte politische
Ziele. Dieses Dokument ist als Diskussionsgrundlage zur weiteren
Entwicklung der Hochschullandschaft nicht vertretbar. Bundesminister
Töchterle sollte stattdessen endlich in Gesprächen mit den
Studierenden und den ProfessorInnen ein nachhaltiges Konzept für die
österreichischen Hochschulen erarbeiten und umsetzten. Die Zukunft
eines Landes wird nicht zuletzt über die Qualität und Verfügbarkeit
höherer Bildung definiert.
Detaillierte Hintergrundinformationen unter:
http://www.ots.at/redirect/hochschulplan
Rückfragehinweis:
Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Wien (HTU) Martin Olesch, Vorsitzender der HTU Wien
Tel.: 01/58801-49500
Mobil: 0664/60 588 4950
mailto:[email protected]
http://www.htu.at
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