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OTS0104   24. Aug. 2011, 11:30

Telekom-Skandal: Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach unter Korruptionsverdacht

Telekom bekam lukrative Universaldienstverordnung und zahlte danach 264.000 Euro für Sekretärin von Jungunternehmer Gorbach


Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am
Donnerstag erscheinenden Ausgabe, dass der frühere Vizekanzler und
Ex-Infrastrukturminister Hubert Gorbach in der Telekom-Affäre unter
Korruptionsverdacht steht.

In der Endphase von Gorbachs Tätigkeit als für die Telekoms
zuständiger Minister wurde demnach die Universaldienstverordnung, die
regelt welche Leistungen sich Telekoms untereinander wie verrechnen,
unter Gorbach den Wünschen der Telekom angepasst. Die Telekom
erzielte dadurch Mehreinnahmen von mehr als zehn Millionen Euro pro
Jahr.

Nachdem Gorbach aus der Regierung ausschied und Unternehmer wurde,
zahlte die Telekom über die Firma des Lobbyisten Peter Hochegger
264.000 Euro für die Sekretärin des Jungunternehmers Gorbach,
Gabriele K.

Die Zahlung erfolgte in Höhe von 33.000 Euro pro Quartal für den
Zeitraum von acht Quartalen. Der Zahlungsfluss selbst ist auch durch
die NEWS vorliegende Buchhaltung der Hochegger-Firma belegt.

Am Freitag der vorvergangenen Woche wurde Gorbach bereits von
Ermittlern des Bundesamtes für Korruptionsbekämpfung und
Korruptionsprävention befragt. Gorbach hat dabei die Vorwürfe
vehement bestritten.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0104 2011-08-24 11:30 241130 Aug 11 NES0003 0183



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