• 23.08.2011, 13:36:58
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Grünewald zu Uni-Expertenbericht: Regierung knallt jungen Menschen die Uni-Tür vor der Nase zu

Grüne: Österreich braucht mehr Studierende aus einer breiteren Bevölkerungsschicht

Wien (OTS) - "Mit Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen und dem
Numerus clausus versucht die ÖVP immer mehr jungen Menschen die
Uni-Tür vor der Nase zuzuknallen. Wir haben aber immer noch viel zu
wenige Akademikerinnen und Akademiker im Land. Trotzdem rückt die
Regierung von ihrer bildungsfeindlichen Politik nicht ab", sagt der
Grüne Wissenschaftssprecher, Kurt Grünewald, anlässlich der
Vorstellung des ExpertInnenberichts zum Uni-Hochschulplan. Eine
dreiköpfige Gruppe hatte vom Wissenschaftsministerium den Auftrag
erhalten, Empfehlungen für die heimischen Hochschulen aus der
"Außenperspektive" zu erarbeiten.

Über den Inhalt des Papiers zeigt sich Grünewald entsetzt. Dort ist
die Rede von Zugangsbeschränkungen, Elitenbildung sowie
"Stakeholdern" und Studierenden, die die Universitäten finanzieren
sollen. "Hier werden die Unis nur noch aus dem marktwirtschaftlichen
Blickwinkel betrachtet. Unis müssen aber auch in Zukunft Orte der
kritischen Auseinandersetzung, Reflexion von gesellschaftlichen
Vorgängen und des kreatives Experimentierens bleiben. Dafür werden
wir mit den Studierenden, Lehrenden und Forscherinnen und Forschern
gemeinsam kämpfen," so Grünewald. Er hofft auch, dass die vielen
Empfehlungen, die im Dialog Hochschulpartnerschaft mühevoll
erarbeitet wurden, nicht verloren gehen.

Grünewald spricht sich erneut gegen Zugangshürden jeglicher Art aus:
"Österreich braucht mehr und nicht weniger Studierende, und das aus
einer breiteren Bevölkerungsschicht. Ansonsten verlieren wir den
internationalen Anschluss."

"Das ÖVP-Märchen, wonach Studiengebühren die Finanz-Probleme der
Universitäten lösen würden, glaubt niemand mehr", kommentiert
Grünewald die heutigen Aussagen von ÖVP-Bundesgeschäftsführer
Johannes Rauch. Dieser forderte einmal mehr die Wiedereinführung von
Studiengebühren.
"Dagegen bricht die Regierung ein Uni-Versprechen nach dem anderen:
So sind wir von den versprochenen zwei Prozent des
Bruttoinlandsinlandsprodukt für den tertiären Sektor nach wie vor
weit entfernt. Bildung ist das entscheidende Zukunftsthema, die
österreichischen Hochschulen sind den anstehenden Herausforderungen
nicht mehr gewachsen. Die Regierung muss endlich einsehen, dass die
notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt und die Qualität der
Studien gesichert werden müssen", so Grünewald.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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