• 22.08.2011, 16:12:53
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Leitl bei der Eröffnung der Alpbacher Reformgespräche: "Soziale Verantwortung heißt rechtzeitig das Richtige zu machen"

WKÖ-Präsident warnt vor Perspektivenlosigkeit der Jugend

Alpbach (OTS/PWK592) - Bei der Eröffnung der Reformgespräche
beim Europäischen Forum in Alpbach, das heuer unter dem Motto
"Gerechtigkeit - Verantwortung für die Zukunft" steht, warnte
WKÖ-Präsident Christoph Leitl in seiner Eröffnungsrede vor einer
Perspektive der Hoffnungslosigkeit: "Die aktuellen Ereignisse in
Ägypten und Syrien, aber auch in London und Madrid haben gezeigt, wie
viel Protestpotenzial, Kraft und Wut frei werden können, wenn
Menschen keine Zukunftsperspektive haben." Auch in Österreich, das
über beste Arbeitsmarktdaten und eine geringe Jugendarbeitslosigkeit
verfügt, gibt es Menschen, die vom Mangel an positiven Perspektiven
betroffen sind. "Auch in unserem Land kommen jährlich 10.000 nicht
einmal über den Pflichtschulabschluss hinaus oder brechen die Lehre
ab", so Leitl.

Der WKÖ-Präsident fordert von den europäischen Führungskräften
mehr soziale Verantwortung ein: "Es müssen Lösungen entwickelt
werden, damit diese "Benachteiligten der Gesellschaft" durch
Integrationsmaßnahmen sowie Aus- und Weiterbildung nicht auf der
Strecke bleiben. Denn soziale Verantwortung heißt: Rechtzeitig das
Richtige zu machen. Soziale Stabilität dient allen und ist
unabdingbar für eine positive Entwicklung Österreichs und Europas."

Weiters müsse, so Leitl, bei den Reformgesprächen in Alpbach
dringend diskutiert werden, wer den Lauf der Wirtschaft bestimmt:
"Ist es die Realwirtschaft mit ihren Produkten und Dienstleistungen,
die den Menschen Nutzen stiftet? Oder bestimmen Spekulanten, die
schnelles Geld machen und das System auf unverantwortliche Weise
ausnutzen, das Geschehen?" Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, um die
Stimme zu erheben, damit auf falsche Entwicklungen aufmerksam gemacht
wird und die richtigen Lehren aus der Krise gezogen werden.

Auch eine Diskussion über den Wettbewerb der
wirtschaftspolitischen Ordnungssysteme solle bei den Reformgesprächen
geführt werden, wünscht sich Leitl, denn "der globale Wettbewerb
fordert rasche und kompetente Antworten." Es sei in Europa und den
USA an der Zeit, darüber nachzudenken, wie man seine demokratischen
Strukturen optimiert, damit man nicht hinter Länder mit
zentralistisch gesteuerter Organisation zurückfällt. "Es war noch nie
so wichtig wie heuer, in Alpbach zu sein", meint Leitl. (TB)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Presse 
   Mag. Rupert Haberson
   T:(+43) 0590 900-4362, 
   F:(+43) 0590 900-263
   mailto:[email protected]
   http://wko.at/Presse

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