- 22.08.2011, 16:05:53
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Schieder: Unbefriedigende Situation in der Westsahara verstärkt auf Tagesordnung setzen
Staatssekretär traf elf saharauische Kinder im Finanzministerium
Wien (OTS/SK) - "Seit mehr als 30 Jahren warten die Menschen der
Westsahara nun auf eine Lösung ihres Konflikts. Auch die letzten
Treffen zwischen der marokkanischen Regierung und der
Befreiungsbewegung Polisario haben keine konkreten Verbesserungen
gebracht. Das bedeutet, dass weiterhin mehr als 160.000 Menschen in
provisorischen Lagern an der algerischen Grenze leben müssen. Viele
von ihnen kennen den Alltag ausschließlich aus der Sicht des Lebens
in den Flüchtlingslagern", beschreibt Staatssekretär Andreas Schieder
die Situation der Menschen in der Westsahara nach einem Treffen mit
elf saharauischen Kindern. Sie verbringen im Rahmen der Aktion
"Ferien vom Krieg" der Österreichisch-Saharauischen Gesellschaft acht
Wochen in Österreich. Ebenfalls beim Treffen dabei war die
Vorsitzende der Gesellschaft, die niederösterreichische Landesrätin
Karin Scheele. ****
"Der Konflikt in einem Gebiet, das von der UNO als letztes noch nicht
entkolonialisiertes Gebiet bezeichnet wird, muss nun rasch eine
rechtliche Lösung erfahren", betont Schieder. "In erster Linie ist es
dafür notwendig, dass das bereits lange geforderte Referendum über
eine Unabhängigkeit der Westsahara in die Tat umgesetzt wird", so
Schieder.
Kinder und Jugendliche gehören zu den größten Verlierern des
Konflikts. Mittlerweile lebt bereits die zweite Generation von
Flüchtlingen in den Lagern nahe der algerischen Grenze. "Umso
wichtiger sind Aktionen wie die der Österreichisch-Saharauischen
Gesellschaft, die den Kindern zumindest für kurze Zeit die
Möglichkeit gibt, dem Alltag, in dem sie seit ihrer Geburt leben, zu
entfliehen", so Schieder. (Schluss) sa/ele
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