- 22.08.2011, 11:38:40
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Gesundheitsdienst der Stadt Wien - MA 15: Hohe Hitzebelastung in Wien ab 22.8.- Tipps gegen die Hitze
Wien (OTS) - Ab 22. August 2011 ist laut Warnung der
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit hoher
Hitzebelastung zu rechnen.
Details dazu finden Sie unter www.zamg.ac.at/wetter/prognose/wien/
sowie www.zamg.ac.at/wetter/ausflug/hitzeindex/
Jeder Mensch leidet unter der starken Hitze im Sommer. Gerade im
urbanen Bereich kommt es zum "Wärmeinseleffekt" - die Stadt wärmt
durch Bebauung, Verkehr und Umwelteinflüsse extrem auf. Hohe
Temperaturen können die Gesundheit besonders von betagten,
pflegebedürftigen und chronisch kranken Menschen sowie von
Kleinkindern belasten. Unangenehme Folgen einer Überhitzung lassen
sich durch rechtzeitige Vorsorge und richtiges Verhalten verhindern:
Die Hitze meiden
Wenn möglich meiden Sie die heiße Mittagssonne. Bleiben Sie im
Schatten oder in kühlen Räumen. Verlegen Sie anstrengende Tätigkeiten
in die kühleren Tageszeiten.
Helle, weite Bekleidung
Tragen Sie helle, luftig-weit geschnittene Kleidung aus Naturstoffen
(bspw. Baumwolle). Eine gute Sonnenbrille soll immer dabei sein.
Kopf kühl halten
Schützen Sie Kopf -und Nackenbereich mit einer Kopfbedeckung vor
direkter Sonneneinstrahlung (Kappe, breitkrempiger Sonnenhut, Schirm,
usw.).
Schwitzen
Schwitzen ist prinzipiell gesund, es ist das "Kühlungssystem" des
Menschen. Durch Verdunsten des Schweißes auf der Haut wird die
Körpertemperatur konstant gehalten. Durch das Schwitzen verliert der
Körper aber auch Flüssigkeit und Mineralstoffe. Diese müssen durch
richtiges Trinken und eine geeignete Kost ersetzt werden.
Trinken Sie regelmäßig
Trinken Sie mindestens 2 bis 3 Liter täglich, bei körperlicher
Anstrengung auch mehr, um den Wasser- und Mineralstoffverlust durch
Schwitzen auszugleichen. Trinken Sie regelmäßig, auch wenn Sie keinen
Durst haben.
Als Durstlöscher sind idealerweise stilles oder kohlensäurearmes
Mineralwasser, aber auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder
verdünnte Frucht-und Gemüsesäfte gut geeignet. Trinken Sie nichts
Eiskaltes und meiden Sie stark gezuckerte Getränke, Alkohol und
koffeinhaltige Getränke, weil sie dem Körper Wasser entziehen.
Leichte Kost
Verzichten Sie bei Hitze auf fette oder süße Speisen. Leichte Kost
mit möglichst hohem Wassergehalt in mehreren kleineren Portionen
belastet den Kreislauf weniger: Obst, Gemüse, Salate, Milchprodukte,
Fisch, mageres Fleisch.
Kühlendes Wasser
Kühlen Sie sich durch kalte Wickel, eine kühle Dusche, Eintauchen der
Unterarme in kaltes Wasser oder ein Fußbad ab.
Auto
Parken Sie das Auto möglichst im Schatten. Verwenden Sie Sonnenrollos
oder Sonnenschutzblenden. Der Aufenthalt in einem parkenden Auto bei
Hitze muss unbedingt unterbleiben. Das Auto wird bei verschlossenen
Fenstern und Türen binnen weniger Minuten zum gefährlichen Backofen.
Dies ist besonders bei Säuglingen und Kleinkindern absolut zu
beachten, aber auch Tiere sind bei extremer Hitze nicht in einem
geschlossenen Auto zurückzulassen.
Stellen Sie beim Fahren das Gebläse auf Durchlüftung oder verwenden
Sie die Klima-Anlage. Kühlen Sie aber nicht zu stark herab, denn
sonst wird beim Aussteigen der Kreislauf belastet.
Legen Sie bei längeren Autofahrten mehr Pausen ein und trinken Sie
ausreichend.
Lüften
Lüften Sie die Wohnräume bevorzugt zu den kühleren Tageszeiten
(Nacht, frühe Morgenstunden), schließen Sie danach die Fenster und
verdunkeln Sie den Raum mit einem Sonnenschutz (z.B. Vorhang, Rollo
usw.). So bleiben die Räume eine Weile angenehm kühl. Wenn keine
Klimaanlage vorhanden ist, verrichtet auch ein Ventilator gute
Dienste.
Räume mit Gaskombithermen oder Gasdurchlauferhitzer
Diese Räume müssen ständig großzügig belüftet werden (z.B. durch
offene Fenster), weil es bei hohen Außentemperaturen zu
Abzugsstörungen der Abgase kommen kann. Der damit verbundene Austritt
des farb- und geruchlosen Gases Kohlenmonoxid kann zu
lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Sorgen Sie während des
Betriebs für eine ständige ausreichende Belüftung und lassen Sie die
Geräte regelmäßig durch Fachkräfte warten.
Bei Unklarheiten können Sie Informationen beim
Inspektionsrauchfangkehrerdienst (MA68-Berufsfeuerwehr der Stadt
Wien) auf der Hauptfeuerwache Mariahilf einholen: Telefon: (+ 43 1)
597 03 00
Weitere Informationen unter www.gesundheitsdienst.wien.at oder
telefonisch unter der Service-Telefonnummer 01/4000-8015, Montag bis
Freitag werktags von 8 bis 15 Uhr.
Rückfragehinweis:
Mag. Christine Willerstorfer Magistratsabteilung 15 - Gesundheitsdienst der Stadt Wien Öffentlichkeitsarbeit 3., Thomas-Klestil-Platz 8/2, Town Town, 2. Stock, CB 16. Telefon: 01/4000-87265 E-Mail: [email protected] www.gesundheitsdienst.wien.at
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