Berlakovich: Wiederholte Ölkatastrophen sind Mahnmale eines Irrweges
Erneuerbare, Ökofonds und Sicherheitschecks für Ölkonzerne im Fokus
Wien (OTS) - "Die wiederholten Ölkatastrophen sind Mahnmale eines
Irrweges. Das Unglück im Golf von Mexiko ist noch nicht einmal 1,5
Jahre her, passiert schon wieder der nächste Vorfall in der Nordsee.
Trotz vorerst vergleichsweise geringer Dimensionen zeigt sich, dass
raschest ein Umdenken und ein Ausstieg aus den fossilen
Energieträgern gefordert sind. Erneuerbare Energieträger sind die
einzig vernünftige Alternative für die Zukunft. Deswegen sind wir mit
unseren Schritten zur Umsetzung der Energieautarkie Österreichs auf
dem richtigen, umweltfreundlichen Weg. Wir brauchen Rohstoffe und
Energieformen für morgen, statt welche von gestern", betont
Umweltminister Nikolaus Berlakovich.
"Während sich die Ölmultis schlussendlich scheinbar immer
irgendwie aus der Verantwortung stehlen, bezahlen die vielfältigen
Organismen im Meer diese Verantwortungslosigkeit in unzähligen Fällen
mit ihrem Leben. Und auch viele Berufszweige in den betroffenen
Regionen werden unwiederbringlich ihrer Existenzgrundlage beraubt.
Dieser Raubzug ohne Rücksicht auf Verluste muss gestoppt werden",
kritisiert Berlakovich.
Bereits nach der Ölkatastrophe von Mexiko hatte der Umweltminister
konkrete Schritte gefordert und sich auf EU-Ebene für ein gemeinsames
Vorgehen eingesetzt: "Es wird uns immer wieder schmerzlich vor Augen
geführt, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Meine Forderung,
Sicherheitschecks für Ölkonzerne und ihre oftmals schrottreifen
Bohrinseln und Tanker einzuführen, ist aktueller denn je."
"Klar ist aber", so der Minister abschließend, "dass das
langfristige Ziel der Ausstieg aus fossilen Energieträgern sein muss.
Nur mit einer massiven Zunahme der erneuerbaren Energie - eben guter
Energie - verringert sich der Bedarf an Öl. Ich will ein
energieautarkes Österreich und ich setze alles an eine Umsetzung
dessen".
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Blecha ad Kurz: Was wir brauchen, ist eine Arbeitsreform
SPÖ Pressedienst | 19. Aug. 2011, 13:36
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