• 17.08.2011, 16:23:38
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AK: Verteuerung bei Gas- und Fernwärme so nicht gerechtfertigt!

AK fordert Abkoppelung des Gaspreises vom Ölpreis - AK fordert Zukauf von billigem Gas am Weltmarkt zum Vorteil der Konsumenten

Wien (OTS) - "Die Preiserhöhung von Gas und Fernwärme ist jetzt
und in diesem Ausmaß nicht gerechtfertigt", sagt die AK zu der heute,
Mittwoch, von EnergieAllianz und Wien Energie angekündigten
Verteuerungen. Als Sofortmaßnahme verlangt die AK im Inte-resse der
Konsumenten, dass günstiges - nicht an den Ölpreis gekoppeltes - Gas
von den Energieversorgern stärker zugekauft wird. Denn zum einen ist
durch alternative Fördermöglichkeiten genug Gas am Markt. Außerdem
werden Verteue-rungen immer mit den steigenden Ölpreisen
argumentiert. Dabei ist diese Preis-bindung von Gas an den Ölpreis
nur eine reine Vereinbarungssache und keineswegs in allen Ländern
üblich. Mittelfristig müssen daher die Energieversorger ihre
Ver-träge ändern, das heißt Gaslieferungen vom Erdöl entkoppeln. So
war bereits im Frühjahr dieses Jahres der hohe Ölpreis Vorwand für
die massiven Preiserhö-hungen. Damals machte die Erhöhung für einen
durchschnittlichen Haushalt mit einem Verbrauch von 15.000
Kilowattstunden laut Angaben der EnergieAllianz rund 100 Euro im Jahr
an Mehrkosten aus. Nun sollen die KonsumentInnen nochmals mit bis zu
60 Euro im Jahr zur Kasse gebeten werden.

"Die Inflation ist außerordentlich hoch. Es kann nicht sein, dass
weiter an der Energie-preisschraube gedreht wird. Das treibt
letztlich auch die Inflation weiter an", so die AK. "Gerade Menschen
mit wenig Einkommen werden sich bald ihre Energierechnung nicht mehr
leisten können." Die Anhebung des Gaspreises ist umso erstaunlicher,
als die AK erst Ende Juli wiederholt darauf hingewiesen hat, dass die
KonsumentInnen seit Jahren zu viel für Strom und Gas bezahlen. Die
Großhandelspreise befinden sich auf konstant niedrigem Niveau,
während die Energieversorger die Preise nicht senken, sondern im
Gegenteil weiter anheben.

Der AK geht es nicht darum, öffentliche kommunale Unternehmen
auszuhungern. Aber gerade diese Unternehmen dürfen nicht nur die
Interessen von Shareholdern im Auge haben, sondern die Interessen
aller. Gerade da zeigt ein Blick auf die Unternehmensda-ten: Es gibt
keinen Grund für eine weitere Erhöhung der Preise. Der ordentliche
Betriebs-erfolg der Wien Energie in den Geschäftsjahren 2009 und 2010
hat sich äußerst positiv entwickelt: Nach einer Steigerung 2009 um
38,3 Millionen Euro (plus 57,4 Prozent) konnte der Betriebserfolg
2010 nochmals um 10,5 Millionen Euro auf 115,5 Millionen Euro erhöht
werden (plus zehn Prozent).

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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