OTS0123   16. Aug. 2011, 14:03

Berlakovich: Nachhaltige Binnenfischerei statt Leerräumung der Meere

Acht GenussRegionen ermöglichen Fischkonsum aus der Heimat


"Bereits 75% der europäischen Fischbestände sind
bedroht. Ein Drittel der überfischten Bestände ist sogar in einem
besorgniserregenden Zustand. Das muss sich spätestens durch die
Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik ändern, deren Vorschläge auf
EU-Ebene diskutiert werden. Wer schon heute etwas gegen die
Überfischung tun und nicht auf seinen Fischkonsum verzichten will,
ist gut beraten, auf Produkte der nachhaltigen Binnenfischerei zu
setzen", betont Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich.

Waldviertler Karpfen, Ybbstalforellen und Ausseerland Seesaibling

"Für hervorragende Qualität aus der Heimat stehen etwa unsere acht
Fisch-GenussRegionen", unterstreicht der Landwirtschaftsminister.
Dazu zählen Waldviertler Karpfen, Ybbstalforelle (beide
Niederösterreich), Kärntna Laxn (Kärnten), Mattigtal Forelle
(Oberösterreich), Salzkammergut Reinanken (Oberösterreich und
Salzburg), Ausseerland Seesaibling, Steirisches Teichland - Karpfen
(beide Steiermark) und Neusiedlersee Fische (Burgenland). Darüber
hinaus plant die Agrarmarkt Austria, das AMA Gütesiegel-Programm auch
auf österreichischen Fisch auszuweiten.

"Mein Ziel ist, weit transportierte und oftmals selten gewordene
Meeresfische durch nachhaltige, heimische Süßwasserprodukte zu
ersetzen. Zu diesem Zweck müssen wir die österreichische
Fischproduktion steigern - auch im Sinne zusätzlicher Arbeitsplätze
und einer höheren Wertschöpfung im ländlichen Raum", so Berlakovich.

Derzeit werden in Österreich jährlich rund 4.000 Tonnen Fisch
produziert, vor allem Regenbogen- und Bachforellen, Saiblinge,
Karpfen, Reinanken, Hechte und Zander. Die Produktion steigt, dennoch
ist noch jede Menge Ausbaupotential vorhanden. So liegt der jährliche
Konsum von Fischen bei insgesamt ca. 65.000 Tonnen. Meeresfische
werden zwar weiterhin eine Rolle für Konsumentinnen und Konsumenten
spielen, doch auch eine OECD-Studie besagt, dass die Bedeutung von
Fischen aus Aquakulturen ansteigen wird.

Initiative für nachhaltigen Fischfang auf EU-Ebene

Um seine Anliegen auch auf zentraler, europäischer Ebene zu
verankern, hatte Berlakovich darüber hinaus bereits im Februar
gemeinsam mit seinen RessortkollegInnen aus Tschechien, der Slowakei
und Luxemburg eine Initiative für nachhaltigen Fischfang an die
EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki übergeben. Auch beim jüngsten
Agrar- und Fischereirat verlieh er seinen Vorschlägen gegenüber den
europäischen KollegInnen Nachdruck.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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