• 14.08.2011, 05:00:31
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Strache in ÖSTERREICH: "Scheuch wird Konsequenzen ziehen"

FPÖ-Chef deutet erstmals Rücktritt des FPK-Chefs an, "wenn er in der 2. Instanz nicht freigesprochen wird"

Wien (OTS) - Im großen Sommer-Interview mit ÖSTERREICH
(Sonntag-Ausgabe)verteidigt FPÖ-Chef HC Strache den (nicht
rechtskräftig verurteilten) FPK-Chef Uwe Scheuch erneut. Strache
deutete aber erstmals den Rücktritt seines Parteifreundes an, sollte
dieser in 2. Instanz erneut verurteilt werden: "Ich gehe davon aus,
dass Uwe Scheuch in 2. Instanz freigesprochen wird. Wenn nicht, wird
er die Konsequenzen ziehen - da können Sie sicher sein."

Gegen Scheuch sei laut Strache "kein Justiz-Urteil, sondern ein
Polit-Urteil" gesprochen worden. "Es ist nur fair, dass man das
rechtskräftige Urteil abwartet, wo dann nicht ein einzelner
politischer Richter urteilt, sondern ein Senat.

Strache selbst fühlt sich und seine Parteifreunde politisch
verfolgt. "Alles, was mit mir in Zusammenhang steht, wird bewusst
kriminalisiert. Am liebsten würde Rot-Schwarz alle Freiheitlichen
wegsperren. Susanne Winter steht vor Gericht, weil sie ihre
politische Meinung gesagt hat. Gerhard Kurzmann wegen eines harmlosen
Online-Spiels. Das Muster ist immer dasselbe: Erst die mediale Hetze,
dann die Polit-Justiz und dann ein vorgeschriebenes Urteil. Mir wird
angst und bang um die Republik."

Im ÖSTERREICH-Sommergespräch fordert Strache auch die Abschiebung
von 70.000 Ausländern: "Fakt ist, dass wir allein 2010 70.000
straffällige Ausländer in unserem Land hatten. Da gehört rigoros
abgeschoben." Gleichzeitig fordert Strache eine "Deutsch-Vorschule"
nur für Zuwanderer-Kinder.

Integrationsstaatsekretär Sebastian Kurz nennt Strache wörtlich
einen "Schwachmatiker": "Er hat keine Kompetenzen, agiert als
Beiwagerl der Innenministerin."

Strache ist für ein Ende der Währungsunion. "Deutschland,
Holland, Schweden, Österreich - die wirtschaftlich starken Länder -
müssen aus dem Euro aussteigen, wenn sie nicht in ein schwarzes Loch
gerissen werden wollen. Griechen, Italiener, Spanier sollen den Euro
behalten - die Starken sollen eine neue, harte Kern-Währungszone
bilden." sagt Strache in ÖSTERREICH.

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]

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