- 11.08.2011, 11:13:32
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Internationaler Tag der Jugend: SP-Peschek: "Politisches Umdenken notwendig"
Wien (OTS/SPW-K) - "Die aktuellen Ereignisse in England machen auf
tragische Weise Art klar, was für Folgen der Egoismus der
Wirtschaftselite - also all jener, denen die gesellschaftliche
Entwicklung völlig egal ist, solange sie nur reichlich Geld scheffeln
- haben kann", stellt der Jugendsprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat
Christoph Peschek anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am
12. August fest.
"In Zeiten der Wirtschaftskrise richtet sich der Fokus fast
ausschließlich auf finanzielle und ökonomische Belange, der Begriff
Stabilität wird als budgetäre Sicherheit aufgefasst. Dabei fallen all
jene durch den Rost, die von der Krise getroffen werden, und
zusätzlich mit ihren Steuergeldern dafür aufkommen müssen. Dass sich
diese 'neoliberale Blindheit' nun rächt, kann nicht ernsthaft
verwundern", so Peschek.
Um den Jugendlichen - egal ob Österreich oder international - eine
echte Chance und Perspektiven für die Zukunft (zurück) zu geben, sei
ein Umdenken der europäischen Politik notwendig. "Und so wird es
gerade in der Bildung wichtig sein, Schwerpunkte zu setzen und darauf
zu achten, dass unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft der
freie Zugang zu Wissen und Bildung gewährt bleibt", hält der
Gemeinderat fest und betont: "Jeder und jede Jugendliche ohne
abgeschlossene Bildung ist eine und einer zu viel, denn die Gefahr
von Arbeitslosigkeit und Armut ist dadurch erhöht. Wenn wir
Zukunftsperspektiven, Aufstiegschancen und ein Leben in Würde
ermöglichen wollen, braucht es die richtigen Rahmenbedingungen".
Die Stadt Wien habe diese durch zahlreiche Maßnahmen geschaffen,
betont Peschek und verweist auf die Wiener Ausbildungsgarantie, die
Umsetzung des Gratis-Kindergartens, die laufende Modernisierung der
Wiener Schulen und den Ausbau der Neuen Mittelschule bzw. ganztätiger
Schulformen. "Alleine die überbetriebliche Lehrausbildung im Rahmen
der Wiener Ausbildungsgarantie ermöglicht 4.500 Jugendlichen eine
gute Ausbildung. Allerdings bleibt meine Forderung, dass die
Unternehmen der Privatwirtschaft ihre gesellschaftliche Verantwortung
wahrnehmen und mehr Lehrstellenplätze zur Verfügung stellen müssen,
weiterhin aufrecht", erklärt Peschek. Aktuell bilden nur rund elf
Prozent der Wiener Betriebe Lehrlinge aus, dies sei viel zu wenig.
"Es muss die Ausbildungspflicht für ausbildungsfähige Unternehmen
eingeführt werden, d.h. ab zehn MitarbeiterInnen mindestens ein
Lehrling oder Strafzahlung in einen echten Berufsausbildungsfonds.
Gleichzeitig ist diese Ausbildungspflicht mit strengen externen
Qualitätskontrollen und mehr betrieblicher Mitbestimmung der
ArbeitnehmerInnen umzusetzen", unterstreicht der SP-Politiker seine
Forderungen.
"Wir müssen die Zukunft jetzt aktiv gestalten, um den Jugendlichen
optimale Perspektiven zu geben, um ein selbstbestimmtes und
zufriedenes Leben führen zu können", so Peschek abschließend.
(Schluss) lok
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