Anschober: Genau neun Jahre nach Hochwasserkatastrophe hat OÖ bereits 453 naturnahe Schutzprojekte fertig oder in Bau
Mit der Natur vor der Natur schützen - 500 Millionen Programm bringt mehr Sicherheit, mehr Jobs und mehr Natur.
Linz (OTS) - "Als weiteren Meilenstein zum Schutz gegen drohende
Hochwasserkatastrophen", so Wasser-Landesrat Rudi Anschober.
Anschober eröffnete heute das 453. Schutzprojekt, neuerlich in einem
von der Katastrophe vor 9 Jahren besonders dramatisch betroffenen
Gebiet an der Krems im Bereich Nöstlbach-Weißenberg. Neun Jahre nach
der verheerenden Hochwasserkatastrophe werden damit bereits 453
naturnahe Schutzmaßnahmen fertig oder sind derzeit im Bau. Die
umfangreichen ökologischen Maßnahmen schützen die Gemeinden St.
Martin, Neuhofen und Ansfelden. Bis zur Fertigstellung von größeren
Rückhaltebecken im Oberlauf (Krems Au) muss für den Hochwasserschutz
Nöstlbach-Weißenberg noch eine ca 1,8 Kilometer lange temporäre Mauer
gebaut werden.
Das Projekt Hochwasserschutz Nöstlbach-Weißenberg ist beispielgebend
für den neuen, mit Amtsantritt von Umwelt- und Wasser-Landesrat Rudi
Anschober vor acht Jahren praktizierten Stil des Hochwasserschutzes:
Lineare harte Maßnahmen nur mehr dort, wo dies unausweichlich ist,
weil der Platz fehlt, im Regelfall aber Aufsaugung der
Fliessgewässer, Denaturierung und Ökologisierung der Gewässer als
Tempobremse für den Hochwasserschutz, mehr Raum in die früher häufig
dramatisch eingeengten Gewässer. Es besteht aus mehreren baulichen
Komponenten, die sich in ihrer Gesamtheit positiv auf den
Hochwasserabfluss in der Krems und ihren Vorländern auswirken:
- Errichtung von Dämmen im linken und rechten Vorland der Krems vor
den Siedlungsgebieten Nöstlbach-Weißenberg normal zu Fließrichtung.
- Aufweitung der Flussbettes durch Absenkung des Geländes bzw. Ersatz
der Uferböschungen durch Trockensteinmauern.
- Errichtung einer Stahlbetonmauer bzw. eines Dammes entlang des
Pachersdorfer Baches
- Errichtung eines temporären Schutzes entlang der Kremsufer in Form
von mobilen Betonelementen (Diese werden nach Umsetzung der geplanten
Rückhaltebecken im Oberlauf der Krems wieder rückgebaut).
Entsprechend dem heutigen Stand des Wasserbaus werden zusätzlich auch
gewässerökologische Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt:
- Strukturierung der im Aufweitungsbereich neu zu schaffenden
Mittelwasserrinne in der Krems.
- Ökologische Gestaltung des Stauraums der Wehranlage Ecker.
- Renaturierung und Umlegung des Pachersdorferbaches sowie des
Seilerbaches.
Nach Umsetzung der Maßnahme ist der Hochwasserschutz für das
Siedlungsgebiet Nöstlbach-Weißenberg bis zu Hochwasserereignissen der
Jährlichkeit 100 gegeben.
Die Gesamtkosten von ca. 4,3 Millionen Euro werden zu 40 Prozent vom
Lebensministerium, zu 40 Prozent vom Land Oberösterreich und zu 20
Prozent vom Wasserverband Unteres Kremstal getragen.
Mag. Rudi LEO,
Pressesprecher,
Tel: +436648299969,
rudi.leo@ooe.gv.at,
Promenade 37,
4020 Linz,
www.anschober.at














