• 11.08.2011, 10:44:22
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  • OTS0076 OTW0076

Ludwig/Prokop: Eröffnung von innovativer WG für die Generation 55+

Völlig neues, gemeinschaftliches Wohnmodell mit 23 geförderten Wohnungen in Wien-Ottakring

Wien (OTS) - Um Wohnformen zu forcieren, die ein aktives und
nahes Miteinander bieten, entstand in der Ottakringer
Steinbruchstraße 8 das Pilotprojekt "Wohngruppen für
Fortgeschrittene". Dabei verfügen alle MieterInnen über eigene
Wohnungen, bekennen sich aber zu einer engen Wohngemeinschaft mit
vielen gemeinschaftlichen Aktivitäten. Die BewohnerInnen der
Wohngruppen fanden bereits in der Planungsphase des Gebäudes im
Rahmen eines moderierten Gruppenbildungsprozess zusammen und haben
nun mit großer Freude ihr neues Zuhause bezogen. Heute, Donnerstag,
stellten Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Bezirksvorsteher Franz
Prokop und Neue Heimat-Geschäftsführer Karl Wurm die "Wohngruppen für
Fortgeschrittene" vor. Als weitere AnsprechpartnerInnen für das
innovative Wohnprojekt standen zudem Susanne Reppé,
Projektentwicklung Neue Heimat, Raimund Gutmann, wohnbund consult
sowie vor allem die BewohnerInnen des neuen Wohnmodells zur
Verfügung. *****

Gerade im urbanen Raum suchen viele Menschen, die sich mit ihrer
individuellen Wohnform im reiferen Lebensalter beschäftigen, nach
neuen Möglichkeiten des Wohnens. Im Vordergrund steht dabei vor allem
ein sehr guter nachbarschaftlicher Kontakt zu anderen BewohnerInnen.
Die neue Generation 55 Plus verfügt außerdem aus ihrer Jugendzeit oft
über alternative Wohnerfahrungen (z. B. in einer Studenten-WG) und
schätzt dieses Wohnmodell in adaptierter Form auch in späteren
Lebensjahren. Der gemeinnützige Wohnbauträger Neue Heimat entwickelte
daher - aufbauend auf Erfahrungswerten von barrierefreiem Bauen und
verschiedenen Mitbestimmungsprojekten - das Konzept für ein neues
Wohnmodell, das in der Ottakringer Steinbruchgasse erstmals umgesetzt
wurde.

"Wohnbedürfnisse verändern sich Hand in Hand mit
gesellschaftlichen Entwicklungen. So bewirkt die erfreuliche
Tatsache, dass viele Wienerinnen und Wiener bis ins hohe Alter hinein
aktiv und mobil sind, auch eine Veränderung der Wohnwünsche bei der
Generation 55 Plus. Eine wachsende Gruppe von Seniorinnen und
Senioren wünscht sich eine individuelle Wohnform mit einem
ausgeprägten gemeinschaftlichen Charakter. Die Stadt Wien trägt dem
Rechnung und fördert innovative Wohnmodelle, wie die ,Wohngruppen für
Fortgeschrittene'. Ein Pilotprojekt, das sich von Anfang an so
erfolgreich entwickelt hat, dass es bereits Nachfolgeprojekte -
sowohl im Bereich des Neubaus als auch im Rahmen einer Sanierung -
gibt", erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.
"Ottakring ist ein Bezirk, der eine bunte und lebendige
Wohnlandschaft bietet, die ganz im Zeichen einer guten Nachbarschaft
steht. Umso mehr freut es mich, dass nicht nur die ,Wohngruppen für
Fortgeschrittene' im 16. Bezirk ihr Zuhause gefunden haben, sondern
das zurzeit auch ein ähnliches Projekt bei einer geförderten
Sanierung in der Ottakringer Grundsteingasse 32 realisiert wird",
betonte der Ottakringer Bezirksvorsteher Franz Prokop.
Karl Wurm, Geschäftsführer der gemeinnützigen Wohnbaugruppe Neue
Heimat/Gewog: "Mit den ,Wohngruppen für Fortgeschrittene' haben wir
ein zukunftsweisendes Wohnmodell entwickelt, das bei der Generation
55 Plus auf sehr großes Interesse stößt. Ein weiteres
Wohngruppenprojekt von Neue Heimat/Gewog in der Ameisgasse 40-44 in
Wien-Penzing ist daher bereits in Umsetzung."

Gemeinschaftliches & generationenübergreifendes Wohnen

Insgesamt verfügt die Wohnhausanlage, die
generationenübergreifendes Wohnen mit hohem Nachbarschaftsfaktor
bietet, über acht Geschoße und drei Stiegenhäuser, die durch
behindertengerechte Lifte erschlossen werden. Das Wohnungsangebot ist
umfangreich und umfasst Geschoßwohnungen und Maisonetten mit zwei bis
vier Zimmern, die Wohnungsgrößen variieren zwischen rund 59 und 123
m2. Alle Wohnungen werden durch private Freiräume in Form von
Loggien, Balkone, Terrassen oder Mietergärten erweitert. Den
MieterInnen stehen u.a. ein Vorgartenareal, ein begrünter Innenhof
mit Pergola mit Sitzbereich sowie Kleinkinderspielplatz und ein
Gemeinschaftsraum mit Küche zur Verfügung.
Die "Wohngruppen für Fortgeschrittene" mit 23 Wohnungen und
eigenen Gemeinschaftsbereichen befinden sich im sogenannten "Hofhaus"
und in der "Etage", einem Stockwerk der Gesamtanlage. Seit Anfang
2008 Jahres trafen sich die InteressentInnen aus der Zielgruppe 55
Plus in einem moderierten Gruppenfindungsprozess, der auch von
wohnbund consult - einem externen Beratungsteam von SoziologInnen -
im Rahmen der Wiener Wohnbauforschung betreut wurde. So fand sich
eine aktive Gruppe von zukünftigen Wohngruppen-BewohnerInnen, die in
einen intensiven Mitbestimmungsprozess eingebunden wurden.

Rückfragehinweis:
Christiane Daxböck
Mediensprecher Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig
Tel.: 01 4000-81869
mailto:[email protected]

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