• 10.08.2011, 12:40:40
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FORMAT: BayernLB klagt auf Rückabwicklung des Hypo-Kaufs

Deutsche berufen sich auf arglistige Irreführung der Verkäufer der Hypo Alpe Adria

Wien (OTS) - Die Bayrische Landesbank (BayernLB), die 2007 die
Hypo Alpe Adria gekauft hat, klagt die Mitarbeiterstiftung, die
damals ihre Anteile abgegeben hat, auf Rückabwicklung des Deals. Das
berichtet FORMAT online und in seiner am Freitag erscheinenden
Ausgabe.

In der Format vorliegenden Klagsschrift begründet die BayernLB, dass
sie sich von den Hypo-Verkäufern hintergangen sieht. Diese hätten die
Bayern über wesentliche Umstände der Eigenkapitalausstattung der Hypo
in die Irre geführt. Konkret geht es um zwei Tranchen von
Vorzugsaktien, die zur Aufbesserung der Kapitaldecke der Hypo genutzt
wurden. Der frühere Bank-Boss Wolfgang Kulterer und Hypo-Investor
Tilo Berlin hätten laut der Klage verschwiegen, dass die Käufer der
Vorzugsaktien über eine Put-Option verfügen und somit dieses Geld
nicht zum Eigenkapital gezählt hätte werden dürfen. Entsprechende
Unterlagen sollen bei einem Notar verborgen worden sein.

Die Bayern fechten nun die Kaufverträge an, begrenzen aus
prozessökonomischen Gründen die Klagssumme vorerst auf 50 Millionen.
Dass im ersten Schritt nur gegen die Hypo Mitarbeiterstiftung
vorgegangen wird, hat den Grund, dass Kulterer und danach Berlin
deren Chefs waren - und damit klar ist, dass die Vorgänge dort
bekannt waren. In weiterer Folge wird die Klage auch die weiteren
Hypo-Verkäufer, die Kärntner Landesholding und die Investorengruppe
rund um Berlin, betreffen.

Ein Sieg der BayernLB vor Gericht hätte auch teure Konsequenzen für
die Republik Österreich, die die Hypo 2009 um einen Euro von den
Bayern übernehmen und notverstaatlichen musste.

Inhaltlich fußt die Klage laut Format auf Erkenntnissen der CSI Hypo
und vor allem auf einem KPMG-Bericht, den die jetzige Bank-Führung
der Hypo veranlasst hat und der seit Herbst 2010 vorliegt. Die
BayernLB hat nun die Fakten gesammelt und selbst rasch Klage
eingereicht.

Rückfragehinweis:
Redaktion Format
217 55 - 0
www.format.at

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