• 09.08.2011, 10:11:50
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Rektor Bast: Hochschulplan ohne nachhaltige Verbesserung der Finanzierung der Universitäten ist undenkbar

Wien (OTS) - Hochschulplan bedeutet mehr Kooperation, mehr
synergetische Planung und mehr Budget für die Universitäten.
Scheitert der Hochschulplan, dann scheitert nicht nur Töchterle,
sondern die gesamte Regierung mit ihm.

Irritiert zeigt sich Gerald Bast, Rektor der Universität für
angewandte Kunst Wien und Vizepräsident der Universitätenkonferenz
von den aktuellen Aussagen des Wissenschaftsministers zum Projekt
Hochschulplan im "Kurier". Töchterle hatte bloß die Intensivierung
Kooperation zwischen den Universitäten und das stärkere Streben nach
Exzellenz als Schwerpunkte des für Jahresende angekündigten
Hochschulplans genannt.

"Zweifellos werden die Universitäten in Zukunft weitergehende
Kooperationsformen in Forschung und Lehre finden müssen, um die
vorhandenen Ressourcen noch besser zu nutzen, als dies schon bisher
der Fall ist; aber ein Hochschulplan ohne die nachhaltige
Verbesserung der Finanzierungssituation der Universitäten ist für die
Universitätenkonferenz undenkbar!" betont Bast. Der Hochschulplan
müsse daher auch ein Modell für die Studienplatzfinanzierung und die
Basisfinanzierung der universitären Grundlagenforschung - beides mit
international kompatiblen Budgetsätzen pro Studienplatz und
Forschungsbereich - enthalten. Und alle wissen, dass dafür
(zusätzlich zur Abdeckung der Inflation) ab dem Jahr 2013 den
Universitäten nachhaltig wesentlich mehr Budget zur Verfügung stehen
müsse - selbst wenn man die Gesamtzahl der Studierenden einfriert und
Steuerungsmechanismen für den Zugang zu besonders überlasteten
Studienrichtungen einführt.

Bast stimmt dem Minister zu, dass der Hochschulplan bis zum
Jahresende stehen muss: "Das Universitätsgesetz schreibt vor, dass
Wissenschaftsminister und Finanzministerin das für die
Leistungsvereinbarungen 2013-15 zur Verfügung stehende Budgetvolumen
bis Ende 2011 festzulegen haben. Und ein Hochschulplan
(einschließlich neuer Kooperations- und Finanzierungsmodelle) kann
nach der bestehenden Gesetzeslage nur im Wege der
Leistungsvereinbarungen umgesetzt werden." Das Projekt Hochschulplan
sei daher eine einmalige Chance, die man trotz des engen Zeitfensters
in gemeinsamer Anstrengung nützen könne und müsse.

Die Fakten sind bekannt und lange diskutiert, jetzt muss die
Regierung endlich hochschulpolitische Nägel mit Köpfen machen.
"Gönnen Sie dem Wissenschaftsminister diesen Erfolg, den das Land
dringend braucht. Denn ein Scheitern des Hochschulplanes wäre nicht
nur ein Scheitern des Wissenschaftsministers, sondern ein blamables
und katastrophales Scheitern der Politik in einer für Österreichs
Wirtschaft und Gesellschaft existenziellen Frage!" appelliert Bast an
die gesamte Bundesregierung.

Und den Wissenschaftsminister erinnert Bast an Töchterles
politischen Leitsatz 'viribus unitis': "Wer alle Kräfte vereinen
will, darf das Problem der immer dramatischer werdenden
Unterfinanzierung der Universitäten nicht klein reden oder unter den
Tisch kehren!"

Rückfragehinweis:

Universität für angewandte Kunst Wien
   Mag. Anja Seipenbusch-Hufschmied
   Leitung Presse & Kommunikation
   Tel.: +43-1-711 33 DW 2160
   mailto:[email protected]
   www.dieangewandte.at

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