• 09.08.2011, 10:00:31
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  • OTS0049 OTW0049

Einigung im Trassenkonflikt

WESTbahn Management GmbH und ÖBB-Personenverkehr AG verständigen sich auf Fahrplan 2012

Wien (OTS) - Die WESTbahn Management GmbH und die
ÖBB-Personenverkehr AG haben den Streit über die Zugtrassen
beigelegt. Gemeinsam mit dem Netzzugang der ÖBB-Infrastruktur AG -
jener unabhängigen Stelle, die für die diskriminierungsfreie
Zuweisung der jeweiligen Zugtrassen verantwortlich ist - konnte eine
Lösung gefunden werden, die vor allem für die BahnkundInnen mehr
Vorteile mit sich bringt. Auch für die vom Trassenkonflikt
betroffenen Nahverkehrsverbindungen konnten Lösungen erarbeitet
werden.****

Abgehen von Vertrag und Verzicht auf Züge macht Lösung möglich

Möglich wurde die Lösung durch Zugeständnisse beider Unternehmen. Die
WESTbahn Management GmbH verzichtet auf die im Rahmenvertrag mit der
Zuweisungsstelle vereinbarte Bandbreite für die Zugabfahrtszeiten.
Die ÖBB-Personenverkehr AG wiederum verzichtet auf drei Züge, deren
Trassen künftig die Westbahn Management GmbH nutzt.

Was ist neu?

Mit dem Markteintritt der WESTbahn Management GmbH wird das
Zugangebot auf der Strecke Wien - Salzburg vergrößert. Ab dem
Fahrplanwechsel stehen den BahnkundInnen seitens ÖBB in Richtung
Salzburg ab 06:14 Uhr jede Stunde zur Minute 14 ein Railjet und ab
5:44 Uhr zur Minute 44 ein ÖBB-InterCity zwischen Wien und Salzburg
zur Verfügung. Alle zwei Stunden ab 6:40 Uhr bis 16:40 Uhr fährt zur
Minute 40 zusätzlich der ICE bis Wels und über Passau weiter nach
Deutschland. Die WESTbahn bietet ab 05:32 jede Stunde (zwischen
10:32 und 16:32 jede zweite Stunde) zur Minute 32 einen InterCity von
Wien nach Salzburg an.

Ab Salzburg fährt der Intercity der WESTbahn ab 05:26 zur Minute 26.
Seitens ÖBB fährt ab 6 Uhr zur Minute 01 der Railjet, zur Minute 10
der ÖBB-InterCity. Damit wird den BahnkundInnen eine optimale
Verteilung der Abfahrts- und Ankunftsmöglichkeiten in Wien und
Salzburg ermöglicht. In den Hauptverkehrszeiten gibt es geringfügige
Abweichungen von diesem Grundtakt.

Nahverkehrsverbindungen aufrecht

Im Zuge der Verhandlungen konnten auch drohende negative Auswirkungen
für den Nahverkehr verhindert werden. Das zusätzliche Überholmanöver
beim Regionalzug Attnang/Puchheim - Salzburg im oberösterreichischen
Raum entfällt, d.h. die KundInnen müssen keine Fahrzeitverlängerung
in Kauf nehmen. Die für den Berufs- und Schülerverkehr wichtige
Durchbindung Braunau - Steindorf/Salzburg kann beibehalten werden.
Ein Umsteigen wäre eine erhebliche Erschwernis für die BahnkundInnen
gewesen. In der Hauptverkehrszeit in der Früh bzw. am Abend gibt es
bei einigen Zügen zwar leichte Anpassungen im Minutenbereich, die
wichtigen Ankunftszeiten in den Schulorten können aber gewährleistet
werden.

Fact-Box Zugtrassen

Während Autos grundsätzlich fahren können wann und wo sie wollen,
muss der Eisenbahnverkehr - ähnlich dem Flugverkehr - genau geregelt
werden. Im Luftverkehr werden so genannte Slots vergeben, auf der
Schiene sind es Zugtrassen. Eine Zugtrasse erlaubt einem Zug zu einer
bestimmten Zeit eine definierte Strecke (z.B. Wien - Salzburg) zu
befahren. Da Züge einen gewissen Mindestabstand zueinander brauchen,
kann es auf viel befahrenen Strecken zu Konflikten kommen. Darüber
hinaus gibt es schnellere Fernverkehrs- oder Regionalexpress-Züge und
langsamere Regional- oder Güterzüge, d.h. von Zeit zu Zeit müssen
"Überholmanöver" eingeplant werden, um die Trassen optimal zu nutzen.
Gemeinsam mit einer Vielzahl von Anschlussverbindungen mit möglichst
kurzen Umsteigezeiten ergibt sich eine hohe Komplexität. Die Vergabe
dieser Trassen und damit die Letztverantwortung für einen
konfliktfreien Fahrplan trägt die Stelle "Netzzugang" der
ÖBB-Infrastruktur AG, die die Trassen an nachfragende
Eisenbahnverkehrsunternehmen diskriminierungsfrei vergibt. All diese
Puzzlesteine müssen richtig zusammengesetzt werden, um einen
vernünftigen und konfliktfreien Fahrplan zu bekommen. Mit dem
Vergleich ist diese Herausforderung für den Fahrplan 2012 jedenfalls
geglückt.

Rückfragehinweis:

WESTbahn Management GmbH
   Mag. Manfred Mader
   Pressesprecher
   Tel.: 0676/505 10 73
   [email protected]
   
   
   ÖBB-Personenverkehr AG
   Mag. Johannes Gfrerer
   Pressesprecher
   Tel: 0664/617 00 24
   [email protected]

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