- 09.08.2011, 09:00:18
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Ackerl an Regierung: Zugangsbeschränkungen sind Konzepte der Vergangenheit
Freier und offener Hochschulzugang und nachhaltige Hochschulfinanzierung sind Gebot der Stunde
Linz (OTS) - Der Landesparteivorsitzende der SPÖ Oberösterreich
Josef Ackerl steht der neuerlich entbrannten Diskussion um
Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren mit Skepsis gegenüber und
vermisst ernstzunehmende Vorschläge in der Hochschulpolitik. "Statt
an Reformen für die Zukunft zu arbeiten werden gescheiterte Konzepte
von vorgestern wieder aufgewärmt." so der stellvertretende
Landeshauptmann in einer ersten Stellungnahme.
"Das österreichische Hochschulsystem ist chronisch unterfinanziert
und wird systematisch kaputtgespart. Zugangsbeschränkungen sind hier
keine Lösung, sondern verschlimmern das Problem nur, indem sie
finanziell schlechter gestellten Jugendlichen den Zugang zur
Hochschule erschweren. Es kann nicht sein, dass vor allem sozial
schwache Studierende darunter leiden sollen, dass seit Jahren die
Notwendigkeit eines sozial gerechten Steuersystems ignoriert wird.
Österreichs Hochschulen brauchen ein nachhaltiges
Finanzierungskonzept. Vermögens- und Finanztransaktionssteuern sind
das Gebot der Stunde!", führt Ackerl aus.
"Die Zugangsbeschränkungen an den Medizin-Universitäten zeigten erst
kürzlich wieder eines ganz deutlich: Sozial schwachen Studierenden
werden hier systematisch Steine in den Weg gelegt. Angesichts der
niedrigen AkademikerInnenquote Österreichs kann die Schlussfolgerung
nur lauten: Wir brauchen mehr und nicht weniger Studierende. Das ist
nur mit einem freien und offenen Hochschulzugang ohne soziale
Selektion möglich!", so Ackerl abschließend.
Österreichs Hochschulen brauchen ein nachhaltiges
Finanzierungskonzept. "Durch die Einhebung von vermögensbezogenen
Steuern lassen sich ausreichend Gelder lukrieren, um die Finanzierung
der Hochschulen auf Jahre hin nicht nur sicherzustellen, sondern
sogar deutlich auszubauen. Diese Maßnahmen sollen von einer
verstärkten sozialen Absicherung der Studierenden flankiert werden.
Ist man wirklich daran interessiert, dass Studierende rasch mit ihrem
Studium fertig werden, muss man eine Studienförderung schaffen, die
das tatsächlich ermöglicht." Als erste Schritte in diese Richtung
fordert die SPÖ Oberösterreich die Direktauszahlung der
Familienbeihilfe an die Studierenden und die Valorisierung der
Einkommens- und Zuverdienstgrenzen, sowie eine Erhöhung der
Studienbeihilfe auf einen existenzsichernden Betrag.
Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich, Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]
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