- 08.08.2011, 09:22:08
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Die meisten Alkoholunfälle gibt es im August
Wien (OTS) - Die meisten Unfälle mit alkoholisierten Lenkern
ereigneten sich in Österreich in den letzten fünf Jahren im August.
Vor allem junge, männliche Lenker sind Alkofahrer. KFV (Kuratorium
für Verkehrssicherheit) fordert Ausweitung der Probezeit auf 4 Jahre.
Im Sommer gibt es die meisten Alkoholunfälle: Die KFV-Statistik
der letzten fünf Jahre (2006 bis 2010) zeigt, dass es im August die
meisten Alkoholunfälle in Österreich gibt. Ein Mitgrund für die
überdurchschnittlich vielen Alkoholunfälle in der warmen Zeit sind
die zahlreichen Orts-, Wald- und Wiesen-Feste sowie die privaten
Grill- und Garten-Feiern. Insgesamt ereigneten sich in den letzten
fünf Jahren in Österreich 12.635 Alkoholunfälle. Das bedeutet, dass
bei sieben Prozent aller Unfälle mindestens einer der Beteiligten
alkoholisiert war.
Weniger Alkoholunfälle zu Beginn des heurigen Jahres
In den ersten fünf Monaten des heurigen Jahres nahm die Zahl der
Alkoholunfälle in Österreich um drei Prozent ab: In diesem Zeitraum
gab es österreichweit 714 Alkoholunfälle mit 965 Verletzten und 14
Getöteten. 2010 ging die Zahl der Alkoholunfälle im Vergleich zu 2009
um neun Prozent zurück.
Nüchterne Opfer
"Die besondere Tragik von Alkoholfahrten ist, dass häufig auch
nüchterne Personen Opfer von alkoholisierten Lenkern werden", betont
Othmar Thann, Direktor des KFV. "62 Prozent der bei Alkoholunfällen
in den letzten fünf Jahren Getöteten waren selbst nicht
alkoholisiert! Auch jeder zweite Verletzte bei Alkoholunfällen war
zum Unfallzeitpunkt kein Alkolenker." Ein Drittel der bei
Alkoholunfällen Getöteten waren Fußgänger. Da in Österreich nicht
alle Toten und Bewusstlosen nach Verkehrsunfällen auf Alkoholisierung
überprüft werden, wird die tatsächliche Zahl der Getöteten bei
Alkoholunfällen wesentlich höher geschätzt.
Alko-Lenker: Männer nach der Probezeit
Insgesamt ist die Hälfte der Alkolenker unter 30 Jahre alt. Die
häufigsten Alkolenker sind junge Männer mit 21 bzw. 22 Jahren (also
nach der Führerschein-Probezeit). Deshalb fordert das KFV die
Ausweitung der Führerschein-Probezeit auf vier Jahre. "Die jungen
Lenker sollen in diesen vier Jahren unter anderem lernen und sich
daran gewöhnen, dass Alkohol und Autofahren nicht zusammenpassen", so
Thann.
Es geschieht am Sonntag im Ortsgebiet
Die Mehrheit der Alkoholunfälle (58%) ereignet sich im Ortsgebiet
- die meisten Toten bei Alkoholunfällen gibt es allerdings bei
Unfällen im Freiland. Sonntag ist der Tag mit den meisten
Alkoholunfällen, obwohl an Sonntagen insgesamt weniger Unfälle
passieren. Jeder fünfte Alkoholunfall passiert in der Zeit von 18 bis
21 Uhr.
Alkohol erhöht die Risikobereitschaft
Alkohol verändert schon in geringen Mengen das Reaktions- und
Wahrnehmungsvermögen. Vor allem die Risikobereitschaft steigt und
Viele fühlen sich durch die stimmungssteigernde Wirkung des Alkohols
leistungsfähiger als sie tatsächlich sind. Auch gibt es immer noch
Irrglauben in Bezug auf Alkohol. Nicht alle wissen, dass durch
körperliche Betätigung die Promillehöhe nicht weniger wird - man kann
also Alkohol nicht "ausschwitzen".
Vorher klären
Wer nicht auf Alkohol verzichten möchte, sollte sich bereits im
Vorfeld um das sichere Nachhause- Kommen kümmern (Mitfahrgelegenheit
bei nüchternen Fahrern bzw. öffentliche Verkehrsmittel vorher
klären). "Wer fährt trinkt nicht und wer trinkt fährt nicht",
appelliert Thann.
Rückfragehinweis:
Pressestelle KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit):
Tel.: 05-77077-1919, E-Mail: [email protected], www.kfv.at
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