- 07.08.2011, 09:00:37
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Telekom Austria AG: Forensische Untersuchungen bringen neue Erkenntnisse - weitere Konsequenzen gezogen
Wien (OTS) - Telekom Austria ist in der Aufklärung der Causa
Valora/Hochegger einen entscheidenden Schritt weiter: Die zur
Untersuchung der Vorgänge eingesetzte TA-interne Task Force hat ihre
neuen Erkenntnisse in einem über 400 Seiten starken Bericht
zusammengefasst. Der Vorstand hat daraufhin weitere Konsequenzen
gezogen.
Die TA-Task Force, bestehend aus Interner Revision der Telekom
Austria AG, einer Wirtschaftskanzlei sowie Forensik-Spezialisten
eines führenden Wirtschaftsprüfers, hat im Zuge ihrer umfangreichen
internen Untersuchungen das Rechnungswesen sowie alle relevanten
physischen und elektronischen Dokumente der vergangenen zehn Jahre
auf Auffälligkeiten im Zusammenhang mit der Causa Hochegger
überprüft. Dabei wurde eine Datenmenge von 3,5 Millionen Datensätzen
und über 1 Million Dokumente unter Einsatz spezieller Technologien
und Software systematisch und analytisch untersucht und die dabei
festgestellten Auffälligkeiten herausgefiltert. Das Ergebnis ist in
über 400 Berichtsseiten dokumentiert. Die Verdachtsmomente, die die
Telekom Austria bereits im Sommer 2010 dazu veranlasst haben, sich
dem Verfahren Hochegger als Privatbeteiligte - mit einer Schadenshöhe
von 9 Mio. EUR - anzuschließen, wurden dabei erhärtet. Die bislang
medial kolportierten 25 Mio. EUR konnten nicht bestätigt werden. Der
Bericht wird nun auch der Staatsanwaltschaft übergeben.
Im Zuge der umfangreichen Untersuchungen hat die Task Force der
Telekom Austria auch andere Geschäftsfälle der Vergangenheit
tiefgehend forensisch untersucht. Das der Staatsanwaltschaft zu
übergebende Konvolut enthält unter anderem auch einen Auftrag an den
Geschäftsmann Alfons Mensdorff-Pouilly.
Abseits der Causa Hochegger und in Zusammenhang mit fragwürdigen
Auftragsvergaben durch ehemalige Mitarbeiter wurde am Freitag, dem 5.
August 2011, eine Sachverhaltsdarstellung bei der
Korruptions-Staatsanwaltschaft eingebracht.
Aufgrund neuer, dem Unternehmen vorliegender Indizien in der Causa
Hochegger hat der Vorstand weitere interne Konsequenzen gezogen und
das Dienstverhältnis eines mutmaßlich in die Causa involvierten
Mitarbeiters mit sofortiger Wirkung beendet. Hannes Ametsreiter,
Generaldirektor der Telekom Austria Group, dazu: "Es ist eine sehr
ernste Angelegenheit, ich bin schockiert. Ich bleibe dabei: Jeder,
der sich fehlverhalten hat, wird zur Verantwortung gezogen,
ausnahmslos! Aus ermittlungstaktischen Gründen kann ich zum jetzigen
Zeitpunkt keine näheren Angaben machen. Mit den ermittelnden Behörden
ist striktes Stillschweigen vereinbart. Dafür ersuche ich um
Verständnis."
Ametsreiter weiter: "Meine Vorstandskollegen und ich distanzieren
uns entschieden von Geschäftspraktiken, wie sie derzeit thematisiert
werden. Es macht mich sehr betroffen, dass das Unternehmen in diesem
Zusammenhang Gegenstand der Berichterstattung ist. Das ist ein
enormer Schaden für die Reputation der Telekom Austria und wir nehmen
das sehr ernst. Wir sind an einer lückenlosen und schnellen
Aufklärung der jüngst aufgeworfenen Fragen nicht nur massiv
interessiert, sondern treiben diese auch mit Vehemenz voran. Der
Vorstand hat in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Telekom Austria
sofort nach Bekanntwerden der Causa Hochegger verschärfte
Compliance-Bestimmungen samt strengeren Richtlinien und
Geschäftsordnungen ausgearbeitet und nach dem Grundsatz 'Unser
Geschäft: Ehrlich. Fair. Transparent' implementiert. Nun werden wir
mit der Übergabe der internen Untersuchungsergebnisse an die Behörden
den nächsten Schritt in der Aufarbeitung dieser Angelegenheit setzen.
Ich wünsche mir, dass dadurch volle Transparenz in die Causa kommt,
um in Abstimmung mit den Behörden alle weiteren erforderlichen
Schritte zu setzen."
Über die Telekom Austria Group:
Die an der Wiener Börse notierte Telekom Austria Group ist als
führender Telekommunikationsanbieter im CEE-Raum mit mehr als 22
Millionen Kunden in acht Ländern tätig: in Österreich (A1 Telekom
Austria, hervorgegangen aus der Fusion von Telekom Austria TA und
mobilkom austria), Slowenien (Si.mobil), Kroatien (Vipnet), den
Republiken Serbien (Vip mobile) und Mazedonien (Vip operator),
Bulgarien (Mobiltel), Weißrussland (Velcom) sowie in Liechtenstein
(mobilkom liechtenstein). Der Gesamtmarkt der acht Länder umfasst
rund 41 Mio. Einwohner. Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als
17.000 MitarbeiterInnen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010
einen Umsatz von 4,7 Mrd. EUR. Das breitgefächerte Portfolio umfasst
Produkte und Dienstleistungen im Bereich Sprachtelefonie, Breitband
Internet, Multimedia-Dienste, Daten- und IT-Lösungen, Wholesale sowie
Payment-Lösungen.
Weitere Informationen unter http://www.telekomaustria.com
Rückfragehinweis:
Telekom Austria Group, Mag. Elisabeth Mattes, Konzernsprecherin
Tel.: +43 664 66 39187, E-Mail: [email protected]
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