Nur wer den Marsch hört, kann Orgel spielen (von Michael Kohlweis)
Ausgabe 5. Aug. 2011
Klagenfurt (OTS) - Die Wahl des ORF-Generaldirektors läuft
Dienstag unter dem Mascherl ab, welches das Fernsehen neuerdings
Wiederholungen umhängt: ein "Dacapo". Es gab genug Zeit, sich zu
bewerben, dennoch wird derselbe GD in die Tasten des Landes größter
Orgel greifen - A. Wrabetz. Nicht, weil er besonderen Wohlklang
hervorbringt (... seine Misstöne gab s am Personal- wie am
Programmsektor ...). Weil keiner der anerkannten Musiker nach jenen
Noten spielen will, die hierzulande Politiker austeilen. Für
Österreicher Programm zu machen, wär nicht schwer: US-Serien, viel
Fußball, reichlich Musi, Kultur und kritische Dokus so spät, dass sie
keinen belästigen ... verliert man Seher, ist die Konkurrenz schuld!
Wrabetz aber lässt sich den Marsch blasen - das qualifiziert ihn. Die
Politik gibt den Takt vor, den wollen kreative Spieler selbst
bestimmen, das triste Schwarz-Rot-TV endlich ins Zeitalter des
Farbfernsehens führen.














