- 04.08.2011, 09:26:28
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ÖAMTC: Alkohol am Steuer ist nach wie vor einer der größten Risikofaktoren (Teil 2)
Im ersten Halbjahr 2011 starben 19 Personen nach Alko-Unfällen auf Österreichs Straßen
Wien (OTS) - "Alkohol am Steuer ist noch immer einer der größten
Risikofaktoren im Straßenverkehr", mahnt ÖAMTC-Verkehrspsychologin
Marion Seidenberger. "Das wird leider wieder einmal durch die
aktuelle Unfallbilanz untermauert." Im ersten Halbjahr dieses Jahres
gab es laut BMI österreichweit 19 Todesopfer bei Unfällen mit
alkoholisierten Beteiligten zu beklagen. Das sind um sieben Personen
mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Aber auch in einem anderen Punkt sprechen die Statistiken eine
klare Sprache: Alko-Lenker sind meist jung und männlich. Bei rund
einem Drittel aller Alko-Unfälle sind die Lenker zwischen 15 und 24
Jahre alt. "Hinzu kommt, dass nahezu neun von zehn Alko-Unfällen von
Männern verursacht werden", hält die ÖAMTC-Expertin fest. Aber auch
Frauen fahren immer öfter unter Alkoholeinfluss. Lag der Anteil an
alkoholisierten Unfallbeteiligten bei Frauen 2007 noch bei 9,8
Prozent, so stieg er 2010 auf 12,6 Prozent (Quelle: Statistik
Austria).
"Diese Zahlen machen deutlich, dass Alkohol am Steuer nach wie vor
bagatellisiert wird", kritisiert die ÖAMTC-Expertin. Trotz der im
Vorjahr durch die Exekutive durchgeführten 916.401 Alkovortests ist
es unumgänglich, die Kontrolldichte weiter zu erhöhen. "Im Moment
wird durch Verkehrskontrollen oder leider auch durch Unfälle nur ein
Bruchteil aller Fahrten unter Alkoholeinfluss entdeckt", stellt
Seidenberger fest. "Die Dunkelziffer ist bei weitem höher."
Verstärkte Kontrollen würden zu einer Bewusstseinsbildung über die
Folgen von Fahren im alkoholisierten Zustand beitragen. "Das erklärte
Ziel muss sein, das Risiko, erwischt zu werden, wesentlich größer zu
machen", bringt es die ÖAMTC-Expertin auf den Punkt.
Hinzu kommt, dass gerade im Zusammenhang mit Alkohol am Steuer
sowohl bei Lenkern als auch bei Mitfahrenden
Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage gefordert sind. Damit man
nach einem geselligen Abend mit oder bei Freunden auch sicher wieder
nach Hause kommt, hat die ÖAMTC-Verkehrspsychologin die wichtigsten
Punkte bezüglich Alkohol und Auto zusammengestellt:
* Wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht. Vielen fehlt
es nach wie vor an Bewusstsein, dass es schon durch geringe
Alkohol-Mengen zu massiven Beeinträchtigungen kommen kann - daher
bereits vor dem ersten Schluck eine Entscheidung treffen und
gegebenenfalls zeitgerecht eine sichere Heimfahrmöglichkeit
organisieren. "Keinesfalls sollte man sich an die Promillegrenze
herantrinken", mahnt die ÖAMTC-Expertin.
* Keinesfalls zu einem alkoholisierten Lenker ins Auto steigen. Auch
wenn er ansonsten verlässlich fährt - wenn sich ein Fahrer
alkoholisiert hinters Lenkrad setzt, dann muss man als Mitfahrer die
Notbremse ziehen. "Fällt es in dieser Situation auch oft besonders
schwer, trotzdem unbedingt 'nein' sagen", appelliert die
ÖAMTC-Verkehrspsychologin.
* Nicht wegschauen, wenn sich jemand betrunken hinters Steuer setzt.
"Soziale Kontrolle ist erforderlich, um Alko-Lenker vom Fahren
abzuhalten", bekräftigt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Auch wenn der
Betroffene beteuert, er könne noch fahren, muss man ihn unbedingt
daran hindern und ihm notfalls den Schlüssel wegnehmen.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit Ralph Schüller Stefan Tschernutter Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218 mailto:[email protected] http://www.oeamtc.at
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