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OTS0031   4. Aug. 2011, 09:23

Sieben gängige Alkotester im ÖAMTC-Check (Teil 1, +Foto)

Herantrinken an 0,5 Promillegrenze ist der falsche Weg


Der ÖAMTC hat sieben gängige Alkotester unter die
Lupe genommen und auf ihre Tauglichkeit geprüft. "Bei einem ähnlichen
Test vor einigen Jahren schnitten alle getesteten Geräte noch
durchwegs schlecht ab", resümiert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. "Der
aktuelle Test hat gezeigt, dass es durchaus auch einige
alltagstaugliche Geräte gibt."

Bis auf das früher auch von der Polizei verwendete "berühmte"
Röhrchen, waren alle - im Internet erhältlichen - getesteten Geräte
batteriebetriebene elektronische Handgeräte, die nach einem kräftigen
Pusten einen Wert anzeigen. Mit den teureren Geräten (70 bis 150
Euro) Alcoscan AL6000, Alcoscan AL9000 und Sanomed Alkoholtester
wurden gute Resultate erzielt. "Der Alcoscan AL9000 lag mit seinen
Messwerten immer in der Nähe des von der Polizei eingesetzten
Alkomaten und war auch in der Bedienfreundlichkeit und im geringen
Risiko der Fehlbedienung das beste Gerät im Test", bilanziert der
ÖAMTC-Techniker. Die beiden anderen Geräte lieferten auch noch recht
brauchbare Werte, waren jedoch in der Bedienung komplizierter und
zeitaufwändiger. Das Röhrchen von Dräger ist zwar im Bereich um die
0,5 Promille recht genau, eignet sich jedoch nur bei guter
Beleuchtung zur verlässlichen Verwendung.

Die preisgünstigen Geräte (sieben bis 20 Euro) lieferten ein
gänzlich anderes Bild. "Bei den Geräten Drive Safety Digital
Alcoholtester, Maniquick digitaler Alkoholtester und Digital Breath
Alcohol Tester war der gemessene Wert weit niedriger als der reale
Atemalkohol", berichtet der ÖAMTC-Experte. Offensichtlich ist die
ungenaue Sensorik Grund für dieses höchst gefährliche Resultat.

"Der ÖAMTC rät dringend davon ab, Alkoholtester zu verwenden, um
sich an die 0,5 Promille-Grenze heranzutrinken", warnt Kerbl. "Denn
schon ab 0,2 Promille Blutalkohol-Gehalt steigt die Gefahr, dass der
Autolenker Situationen falsch einschätzt." Auch Faktoren wie
Körpergewicht, Stress, Tagesverfassung und individuelle
Alkoholverträglichkeit wirken sich maßgeblich auf die Fahrtüchtigkeit
nach Alkoholkonsum aus.

Ein mögliches Einsatzgebiet für hochwertige Alkotester wären
beispielsweise Veranstaltungen, zu denen Menschen mit dem eigenen
Auto anreisen und in weiterer Folge Alkohol konsumieren. "Mit Hilfe
von geeigneten Alkotestern kann der Veranstalter Verantwortung
übernehmen und seine Gäste bei einer sicheren Heimreise
unterstützen", sagt der ÖAMTC-Experte. Aber auch beim meist
unterschätzten Problem des Restalkohols können solche Geräte
nützliche Dienste erweisen. "Nach einer langen Nacht mit viel Alkohol
kann immer noch die 0,5 Promillegrenze überschritten sein", hält
Kerbl fest. "Ein Alkotestgerät kann den Betroffenen davor warnen, mit
dem Auto zur Arbeit zu fahren."

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OTS0031 2011-08-04 09:23 040923 Aug 11 OCP0001 0415




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