• 03.08.2011, 17:02:45
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"Schutzhundesport": Tierquälerei aus Jux und Tollerei

WTV: Hunde sollen Alltagspartner sein, keine Waffen

Wien (OTS) - Starkzwangmittel wie Elektroreizgeräte oder
Halsbänder mit nach innen gerichteten Stacheln sind nach dem
österreichischen Tierschutzgesetz klar verboten. Wie ein von Vier
Pfoten veröffentlichtes Video beweist, setzen sich führende
'SchutzhundesportlerInnen' über dieses Verbot hinweg - und bilden
Hunde durch Bestrafung zu Waffen aus. Der Wiener Tierschutzverein
schließt sich der Forderung nach einem Verbot der privaten
Schutzhundeausbildung an.

"Meist werden Beißvorfälle mit 'besonders gefährlichen
Hunderassen' in Zusammenhang gebracht, das ist ein Unfug, diese
Rassen gibt es nicht, wohl aber besonders gefährliche, sprich
verantwortungslose Fanatiker, die ihre Tiere zu Waffen heranbilden",
sagt Mag. Alexander Willer, Kampagnenleiter des Wiener
Tierschutzvereins.

"Um in dubiosen Randsportarten - wie dem Mondioring -
Höchstleistungen zu erzielen, werden die Hunde mit Strom und
Stachelhalsbändern gequält, weil sie ohne derartige Zwangsmaßnahmen
gar nicht mehr ansprechbar sind; das Verbeißen in mit Jute
geschützten Extremitäten wie Arme oder Beine von Menschen wird
gefördert. Die Hunde werden so hochgepusht, bis sie die Umwelt nur
mehr im Tunnelblick wahrnehmen", führt Willer aus.

"In Alltagssituationen sind Beißvorfälle mit diesen Tieren
vorprogrammiert. Wie sollen sie den Unterschied erkennen, ob der
erhobene Stock von einem im Schutzanzug steckenden 'Hundesportler'
kommt oder von einem völlig ungeschützten Kind, das zufällig im Park
spielt?"

WTV-Hundetrainerin Sabine Koch: "Auch im Wiener Tierschutzhaus
haben wir immer wieder Hunde, die an den Folgen dieser
tierquälerischen Ausbildung leiden. Da die Tiere als Problemlösung
nur den Angriff gelernt haben, gehen sie bei Verunsicherung sofort
nach vorne. Einzig und alleine durch Vertrauensaufbau und Motivation
ist diesen Hunden zu helfen - beides ist zeitintensiv und fordert
Einfühlungsvermögen, Qualitäten, die im 'Schutzhundesport' nicht
gefragt sind."

Der Wiener Tierschutzverein besteht darauf, dass geltende Gesetze
eingehalten und Tiere nicht zu Waffen herangezüchtet werden! Das
Scharfmachen eines Hundes ist kein Sport und trägt zum Hundehass bei,
daher fordert der WTV ein Verbot privater Schutzhundeausbildung."

Rückfragehinweis:
WTV Pressestelle, Tel.: 0699/ 1660 40 30

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WTV

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