- 03.08.2011, 11:11:51
- /
- OTS0080 OTW0080
NEWS-exklusiv: Die späte Beichte des Augustin S.
Der "Verbrechen von Nickelsdorf" scheint geklärt. Aber die Frage bleibt: Tötete der Tatverdächtige auch noch andere Frauen?
Wien (OTS) - Am 20. Juli 2010 wurde in Nickelsdorf die Leiche von
Lydia D., 72, entdeckt. Die Frau war erschlagen und verbrannt worden.
Bald schon wurde Augustin S., 58, unter dringendem Tatverdacht
verhaftet. Lange wies er jede Schuld von sich.
Kürzlich hat Augustin S. nun aber doch ein (Geständnis abgelegt.
Seine Verantwortung, nun: Lydia D. hätte ihn, so zitiert NEWS in
seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe aus Verhörprotokollen, am
20. Juli 2010 zu einer Shopping-Tour nach Bratislava begleitet. Auf
der Rückfahrt nach Wien wäre es im Auto "aus nichtigem Grund zu einem
Streit gekommen", der "mit Handgreiflichkeiten geendet" hätte. Ein
Schlag mit einer Lenkradstange, gegen den Schädel von Lydia D. "Und
dann legte ich sie in ein Gestrüpp." Und der Mann schüttete Benzin
über die Leiche und zündete sie an.
Psychiater Reinhard Haller hat Augustin S. untersucht. Diagnose:
Der Mordverdächtige gelte als "zurechnungsfähig". Kriminalpsychologe
Thomas Müller verfasste eine Fallanalyse zu der Causa; mit dem
Schluss, dass die Tat "Zeichen einer Inszenierung" aufweise.
Seit 1987 wurden in Österreich fünf Frauen auf ähnliche Weise wie
Lydia D. umgebracht; die Taten gelten allesamt als ungeklärt. Die
Polizei geht davon aus, dass in Österreich ein Serienkiller unterwegs
ist. Ist Augustin S. der gesuchte Mehrfach-Täter? Es gäbe gewisse
Fakten, so die Fahnder, die gegen diese Theorie sprächen; aber
Tatsache sei eben auch, dass seit der Verhaftung des 58-Jährigen kein
"in das Schema passendes Delikt" mehr geschehen sei.
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES






