• 03.08.2011, 10:50:04
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Michael Schade will das Theater an der Wien übernehmen

Wien (OTS) - Der kanadische Tenor Michael Schade, führender
Mozart-Interpret der Gegenwart, will das Theater an der Wien
übernehmen, wenn Intendant Roland Geyer 2016 nach Bregenz wechselt.
"Absolut, das sage ich ganz klar", beantwortet Schade in der morgen
erscheinenden NEWS-Ausgabe die entsprechende Frage. "Ich werde mich
nie um etwas bewerben. Aber wenn mich jemand fragt, ob ich es machen
will, sage ich ja. Die Zeit ist reif, nicht immer dasselbe
Intendantenkarussell zu bedienen. Man braucht das Haus nicht neu zu
erfinden, es soll auch nicht in Opposition zur Staatsoper dastehen
oder um jeden Preis ein Avantgardeflaggschiff sein. Und: Es soll ein
Stagione-Haus bleiben."

Schade stellt in NEWS ein differenziertes Konzept vor: Neben RSO
und Symphonikern soll der Concentus Musicus - er ist vom Ende
bedroht, wenn Gründer Nikolaus Harnoncourt nicht mehr dirigiert - als
drittes zentrales Orchester erhalten werden. Als Repertoire nennt
Schade, ausgehend vom "Sturm und Drang", etwa Weber, Lortzing, den
späten Lehar und die französische Oper. Junge Regisseure sollen die
aktuellen Shock-Art-Routiniers ersetzen. Als Ort für Avantgarde will
Schade die Kammeroper übernehmen. Er selbst würde seine Karriere
stark auf das Haus konzentrieren.

Außerdem erklärt Schade, in einem der nächsten Jahre unter
Harnoncourt im Theater an der Wien erstmals den Florestan in
"Fidelio" zu singen.

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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