• 03.08.2011, 08:58:29
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VORARLBERGER NACHRICHTEN, Kommentar: "Freiheitliche Offenbarung"

Von Johannes Huber

Schwarzach (OTS) - Die freiheitlichen Reaktionen auf die
erstinstanzliche Verurteilung von Uwe Scheuch haben zumindest eine
gute Seite: Sie sind entlarvend. Selbstverständlich dürfen
Gerichtsurteile kritisiert werden. Und natürlich steht es jedem
Verurteilten zu, alle Berufungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Aber
irgendwann ist eine Grenze erreicht. Scheuch und seine freiheitlichen
Mitstreiter bis hinauf zu Bundesparteichef Heinz-Christian Strache
gehen nun sogar darüber hinaus: Sie diskreditieren die Justiz, tun
so, als würden sie von dieser bekämpft werden und erklären
schließlich, dass sie sich das nicht bieten lassen. Scheuch ist ein
alter Rabauke, der sehr wahrscheinlich nur als Randerscheinung in die
österreichische Politikgeschichte eingehen wird. Anders ist das
jedenfalls aber im Falle Straches: Er will Kanzler werden. Und seine
Chancen sind nicht einmal so schlecht. Das ist ein tragisches
Szenario: dass Strache wirklich einmal das Sagen hat und sich
handstreichartig über Gerichtsurteile hinwegsetzt. Dann wäre der
demokratische Rechtsstaat ernsthaft gefährdet.

Rückfragehinweis:
Vorarlberger Nachrichten, 05572/501-0

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