Darabos: Bundesheer sorgt für Sicherheit im Grenzgebiet zwischen Kosovo und Serbien
Zusätzliche österreichische SoldatInnen in Region werden entsandt - Einsatz auf Basis eines einstimmigen Beschlusses von Ministerrat und Hauptausschuss
Wien (OTS/BMLVS) - Aufgrund der Unruhen an der
kosovarisch-serbischen Grenze hat die internationale Schutztruppe
KFOR letzten Donnerstag mit der Aktivierung von Reserven vorerst im
Kosovo reagiert. Nunmehr hat das zuständige NATO-Kommando in Neapel
gestern Abend die Auslösung eines so genannten Operational Reserve
Forces (ORF)-Einsatzes angeordnet. Nach derzeitigen Planungen wird
ein deutsch-österreichisches ORF-Bataillon in den nächsten Tagen in
den Einsatzraum verlegt. Von Seiten Österreich ist neben Stabsteilen
eine Kompanie des Panzergrenadierbataillons 13 aus Ried im Innkreis
mit einer Stärke von rund 150 SoldatInnen vorgesehen.
Österreich hat sich im Rahmen der KFOR-Mission verpflichtet, im Falle
von Krisen kurzfristig zusätzliche Bundesheerangehörige zu Verfügung
zu stellen - dieser Automatismus tritt jetzt in Kraft. Der Einsatz
des Österreichischen Bundesheeres ist durch einen
Ministerratsbeschluss (3.11.2010) und durch einen einstimmigen
Beschluss des Hauptausschuss (25.11.2010) bis zum 31.7.2012
genehmigt. "Die Stabilisierung der Lage im Kosovo liegt im
internationalen und auch in unserem eigenen Interesse. Mit seiner
raschen Einsatzbereitschaft stellt das Österreichische Bundesheer
wieder einmal unter Beweis, dass es professionell und flexibel auf
Krisensituationen reagiert und für Sicherheit in der Region sorgt",
betont Verteidigungsminister Norbert Darabos.
Hintergrund ORF
Die NATO und die EU sind bestrebt, die Kräfte auf dem Westbalkan
gemeinsam zu nutzen (Konzept der "Over-the-Horizon-Reserves"). Aus
diesem Grund werden zusätzlich zu den Kräften der
EU-Militärmission(EUFOR ALTHEA) und des multinationalen
Friedenseinsatzes (KFOR) zwei Bataillone als operative Reservekräfte
(Operational Reserve Force - ORF) für den Fall, dass sich die
Sicherheitslage verschärft, in den Heimatländern bereitgestellt.
Nach dem ORF-Konzept muss eines dieser Bataillone in wenigen Tagen
nach einer Alarmierung im Einsatzraum sein. Die beiden ORF-Bataillone
stehen unter deutschem bzw. italienischem Kommando.
Hintergrund KFOR
Das Bundesheer hat derzeit rund 450 SoldatInnen bei KFOR im Einsatz
und ist der größte Nicht-NATO-Truppensteller. Die Mission umfasst
rund 5.900 Personen aus 30 Staaten, davon 21 EU-Mitgliedsländer. Es
ist jedoch geplant, die Präsenz von KFOR nach und nach in einzelnen
Schritten zu vermindern.
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FPK Ragger: Echtes Fehlurteil!
Die Freiheitlichen in Kärnten | 2. Aug. 2011, 14:36
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