ÖH zieht Bilanz: 100 Tage Töchterle
Minister fehlen bildungspolitische Visionen
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft zieht
Bilanz über die ersten 100 Tage Amtszeit des Wissenschaftsministers.
"Die Latte lag von Beginn an nicht sehr hoch, aber auch Töchterle hat
sich wohl dazu entschieden nicht zu springen sondern möglichst
unauffällig darunter durch zu tauchen.", so Janine Wulz vom ÖH
Vorsitzteam.
Auch bezüglich der Zusammenarbeit zwischen Ministerium und ÖH zeigt
sich Wulz enttäuscht "Der Besuch der ÖH direkt nach seinem
Amtsantritt war ein Zeichen, reicht aber nicht aus. Für einen
Antrittsbesuch der neuen ÖH-Exekutive nimmt Töchterle sich erst im
September Zeit" so Wulz.
"Natürlich gibt es viele verschiedene Baustellen im Hochschulbereich,
aber um die größte davon - die ausreichende Finanzierung der Unis -
hat auch Töchterle bisher einen großen Bogen gemacht", so Martin
Schott vom ÖH Vorsitzteam. "Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen
sind keine Lösung für die klaffenden Finanzierungslücken im
Hochschulsektor. Wir erwarten uns von Töchterle, dass er sich endlich
wie auf EU Ebene beschlossen, für einen verpflichtenden Budgetpfad
auf 2% des BiP für die Hochschulen einsetzt", fordert Schott
"Es wurde zwar viel angekündigt, umfassende Konzepte und Antworten
auf offenen Fragen lassen jedoch immer noch auf sich warten" schließt
sich ÖH Generalsekretär Peter Grabuschnig der allgemeinen
Enttäuschung an. "Auch Schritte zur Realisierung der 2020 Ziele sind
bisher zu vermissen. Um bis 2020 eine AkademikerInnenquote von 38%
unter den 30- bis 34-Jährigen zu erreichen, müssen die Hochschulen
endlich massiv ausgebaut und das gesamte Bildungssystem durchlässiger
gestaltet werden", so Grabuschnig.
"Wir erwarten uns vom Minister zukünftig eine mutigere
Bildungspolitik mit Weitblick, statt langweiligen Schlagwörtern" so
das Vorsitzteam abschließend unisono.
Johanna Griesmayr,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 212
johanna.griesmayr@oeh.ac.at
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